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Wegberg: Wahl des Linken Rüdiger Birmann zum Bürgermeisterkandidat

Wahlversammlung in Wegberg : Rüdiger Birmann ist Bürgermeisterkandidat der Linken

Der 49-Jährige will unter dem Motto „Gestalten statt Verwalten“ in den Wahlkampf ziehen. Bürokratie müsse abgebaut und Bürger sollen bei großen Bauvorhaben einbezogen werden. Auch der soziale Klimaschutz spielt für ihn eine wichtige Rolle.

Rüdiger Birmann tritt bei der Kommunalwahl 2020 als Bürgermeisterkandidat der Wegberger Ortsgruppe der Partei Die Linke an. Der 49-Jährige wurde bei der Wahl- und Mitgliederversammlung im Forum Wegberg einstimmig nominiert. Die Ortsgruppe kam zu der Versammlung zusammen, weil wegen des plötzlichen Todes eines Parteimitglieds, das bereits im März als Kandidat im Wahlbezirk Merbeck für die Stadtratswahl aufgestellt worden war, eine Nachwahl erforderlich wurde.

Einstimmig entschied die Versammlung, dass der Wahlbezirk nun mit dem 19-jährigen Auszubildenden Philipp Walter besetzt werden soll. „Somit ist sichergestellt, dass Die Linke nach wie vor in allen Bezirken antritt“, teilt die Partei mit.

Rüdiger Birmann wird bei der Kommunalwahl (13. September) als Bürgermeisterkandidat antreten. Tobias Becker, Sprecher der Ortsgruppe und Spitzenkandidat für die Stadtratswahl, führte aus, dass Birmann angesichts seiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung, seines vielfältigen Engagements in Bürgerinitiativen und seiner resoluten fränkischen Art, wenn es darum geht, etwas für Wegberg zu bewegen, der geeignete Kandidat sei. Der 49-jährige Verkaufsleiter bedankte sich für das ihm ausgesprochene Vertrauen und bekräftigte seinen Willen, für frischen Wind zu sorgen. Unter dem Motto „Gestalten statt Verwalten“ wolle er in den Wahlkampf ziehen. In seiner Bewerbungsrede skizzierte Birmann die Eckpunkte seines Programms: Das Rathaus solle sich zukünftig als kundenfreundlicher Dienstleister verstehen, Bürokratie müsse abgebaut werden und ein direkter Ansprechpartner für Bürger, Gewerbetreibende und Vereine in der Verwaltung installiert werden. Ferner müsse die Digitalisierung massiv vorangetrieben und ein jugendpolitisches Gesamtkonzept, dass unserer Jugend die Möglichkeit zur Mitbestimmung in ihrer Stadt gibt, erstellt werden. Der soziale Klimaschutz soll im Haushalt ebenso Berücksichtigung finden wie die Erstellung eines professionellen Stadtentwicklungskonzeptes, in dem eruiert wird, wie einerseits nachhaltige Einnahmequellen geschaffen und andererseits Investitionen in die Zukunft (Gesamtschule, Mobilität, Barrierefreiheit, Klima, Digitalisierung) geleistet werden können. Außerdem hob Birmann hervor, dass die Debatte um den Neubau der Feuerwache gezeigt habe, wie wichtig eine Einbeziehung der Bürger bei größeren Bauvorhaben sei. Der Masterplan soll konsequent umgesetzt und auf die Außenorte ausgeweitet werden.

(RP)