Stadtsportverband Wegberg ehrt Sportler des Jahres

Wegberg · Die Stadt und der Stadtsportverband zeichneten Athletinnen und Athleten aus, die im vergangenen Jahr tolle sportliche Erfolge erzielten. Großer Dank galt auch den Ehrenamtlern und Eltern.

Wie sportlich und dabei auch noch erfolgreich ist, zeigte sich bei der Sportlerehrung in der Wegberger Mühle.

Wie sportlich und dabei auch noch erfolgreich ist, zeigte sich bei der Sportlerehrung in der Wegberger Mühle.

Foto: Ruth Klapproth

Sie erwischen beim Skat ein gutes Blatt, lassen beim Kickboxen oder Thaiboxen die Fäuste fliegen, schaffen beim Schwimmen, Fußball, Tennis, Schießen oder als Leichtathleten herausragende Leistungen: In der Wegberger Mühle ehrten Stadtsportverband und Stadtverwaltung jetzt die besten Hobbysportler aus der Mühlenstadt. Bürgermeister Christian Pape zeigte sich stolz auf die im abgelaufenen Jahr erreichten Leistungen der Geehrten. „Sportler stehen für Fairness und Toleranz, sie verbinden Kulturen", erklärte der Wegberger Verwaltungschef, der den Preisträgern gemeinsam mit Manfred Maschke, dem Vorsitzenden des Stadtsportverbands, Ehrenurkunden sowie Sport-Handtücher mit Kühleffekt überreichte. Sein besonderer Dank galt den zahlreichen Ehrenamtlern, ohne die das Vereinsleben im Stadtgebiet nicht aufrecht zu erhalten sei. Die fachliche Qualifikation der Trainer sei die Basis dafür.

Maschke betonte, dass sich der Startsportverband als Bindeglied zwischen den Sportvereinen und der Verwaltung verstehe. Das Aufgabenspektrum des Gremiums ist breit gefächert: Förderprogramme müssten kontinuierlich generiert werden, eigene Projekte würden realisiert, der Sportabzeichentag organisiert und durchgeführt. Dabei wirkten Hobbysportler, so Maschke, meistens im Hintergrund. „Was Sportler leisten, passiert im Geheimen, wenn sie nicht gerade in der Fußball-Bundesliga spielen. Deshalb ist es wichtig, dass sie eine Würdigung erfahren."

Zu den jüngsten Leistungsträgern aus der Mühlenstadt gehören Emma Radermacher und Tom Heinen. Das Kinder-Tanzpaar der KG Flöck op stand 2023 als Verbandsmeister im karnevalistischen Tanz ganz oben auf dem Siegertreppchen, trainiert jetzt schon für die nächste Session, wie das Duo im Kurz-Interview verriet. Auch Anna-Sabrina Lingenau gehört zu den Wegberger Hobbysportlern, auf die der Erste Bürger stolz ist. Die gelernte Bankbetriebswirtin – Leiterin der Wegberger Geschäftsstelle der Volksbank Erkelenz-Mönchengladbach – holte im abgelaufenen Jahr den Titel der Vize-Weltmeisterin in der gemischten Staffel im Zughundesport. Zusammen mit ihrem Begleiter auf vier Pfoten schafft sie die Distanz 2000 Meter in fünfeinhalb Minuten. Bei der Sportlerehrung konnte Lingenau nicht persönlich anwesend sein.

Aber der noch relativ junge Verein 8 Limbs Ahead zeigte Präsenz, nutzte die Gelegenheit, um sich den geladenen Gästen einmal näher vorzustellen. Klassisches Thaiboxen sowie Kickboxen wird hier regelmäßig trainiert, in Wegberg haben die Vereinsmitglieder eine neue sportliche Heimat gefunden, nachdem man sich vom bisherigen Trainingsbetrieb in Erkelenz in einem ehemaligen China-Restaurant mit begrenzten Trainingszeiten und eher kleinem Platzangebot verabschiedet hat. „Wir kommen alle aus Wegberg", betonte Dustin Schippers bei der Vereinsvorstellung. Selbst unter Corona-Bedingungen sei der Trainingsbetrieb aufrecht erhalten worden. Mit Bastian Fücker stellt 8 Limbs Ahead aktuell einen Deutschen Amateurmeister in der Gewichtsklasse 86 Kilogramm. Zurzeit bereitet man sich auf eine ganz besondere Gastgeberrolle vor – das Forum soll sich am 31. August in eine Kampfsport-Arena verwandeln, die Tickets für die große Veranstaltung sind bereits zu haben, wie Dustin Schippers verriet. Etwa 90 bis 100 Mitglieder gehören dem noch jungen Verein an, am Trainingsbetrieb nehmen durchschnittlich 20 bis 30 teil. Woher der Name kommt? 8 Limbs steht für die acht Gliedmaßen, die eingesetzt werden: zwei Ellbogen, zwei Fäuste, zwei Knie sowie zwei Beine.

Mit einer besonderen Erwähnung ehrte der Stadtsportverband einen Ehrenamtler aus den eigenen Reihen. Klaus Hampel engagierte sich 17 Jahre lang, wurde 2006 als stellvertretender Kassenwart in den Vorstand gewählt. Zwei Jahre später erfolgte die Wahl zum Beisitzer für Verbandsaufgaben. Er sei „immer ein verlässliches Mitglied, das bei allen Anlässen mit im Einsatz war", gewesen. Seine Worte und Ideen hätten wertvolle Beiträge geliefert, so Hampels ehemalige Kollegen aus dem Wegberger Stadtsportverband.

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