Wegberg: Stadtplaner und Bürger werden Arsbeck verschönern

Bestandsanalyse im Wegberger Bauausschuss : Bürgerideen für die Zukunft von Arsbeck gefragt

Stadtplaner und Einwohner von Arsbeck wollen ein Konzept erstellen, mit dem der Ort zukunftsfähiger gestaltet werden soll. Im Bauausschuss ging es jetzt um eine erste Bestandsanalyse.

Der ambitionierte Zeitplan steht fest: Bis zum 30. September wollen Rat und Verwaltung in Wegberg im Zusammenspiel mit den Einwohnern von Arsbeck ein sogenanntes Integriertes Handlungskonzept für den Ort auf die Beine stellen. Damit soll Arsbeck fit gemacht und insbesondere die Verkehrssituation verändert werden, nachdem die Bundesstraße 221 einen großen Bogen um den Ort schlägt und nicht mehr mittendurch führt. Nicht ohne Grund ist der 30. September der Fixpunkt. Dieses Datum ist der letzte Zeitpunkt, um Anträge für Mittel aus dem aktuellen Städtebauförderungsprogramm des Landes NRW zu stellen.

„Es geht nur gemeinsam mit den Bürgern“, erklärte der Technische Beigeordnete Frank Thies im Bauausschuss, in dem das Planungsbüro MWM aus Aachen die Idee und das Vorgehen erläuterte. Erst im Februar hatte der Ausschuss MWM mit der Erstellung des Konzepts beauftragt. Bereits am Mittwoch, 22. Mai, sollen ab 18.30 Uhr bei einer Auftaktveranstaltung in der Katholischen Grundschule in Arsbeck die Einwohner informiert und zur Mitarbeit aufgefordert werden.

Begonnen hat das Planungsbüro mit einer Bestandsanalyse in Arsbeck, aus der heraus es eine „große Herausforderung“ erkennt bei der Nutzung der Ortsdurchfahrt. Die „ehemalige Dominanz“ der Bundesstraße sei entfallen, so die Planer, als Stadtstraße liege die Planungshoheit jetzt bei der Kommune. Aber auch auf anderen Straßen seien Gestaltungsmöglichkeiten gegeben, die allesamt das Ziel haben sollten, dem Ortskern ein Image zu verleihen. Noch seien es große Verkehrsflächen, die den Ortskern rund um die Kirche dominierten, dieser öffentliche Raum sollte besser oder anders genutzt werden. Auch gebe es einige Leerstände in Arsbeck. Doch seien diese nicht das größte Problem des Ortes, der gegenläufige zur allgemeinem Entwicklung einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen könne. Daraus ergab sich auch der Ansatz des Planungsbüros: „Wir entwickeln ein Wohngebiet.“

Zur Attraktivitätssteigerung von Arsbeck gehört nach Ansicht von MWM ein besserer Übergangsbereich zum Naturschutzgebiet. Auch sei der Bahnhaltepunkt seit jeher ein wichtiger Standortfaktor, der ebenso berücksichtigt werden sollte wie die Einbindung der nördlichen Heiderstraße. Doch wollte das Planungsbüro nicht mit eigenen Vorschlägen vorgreifen, sondern mit der Analyse und den Ansatzpunkten Hilfestellung geben, damit die Bürger mit eigenen Ratschlägen aktiv und unbeeinflusst am Konzept mitarbeiten sollen. Die Ausschussmitglieder nahmen die Informationen wohlwollend zur Kenntnis und hoffen jetzt auf eine rege Teilnahme der Einwohner bei der Versammlung am 22. Mai.

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