Wegberg: Stadtmarketing zieht Bilanz für 2019 und plant bereits 2020

Interview mit Mario Kempf : Sponsoren sichern Kultursommer 2020

Die beliebte Konzertreihe ist für 2019 zu Ende gegangen. Elf große und kleinere Musiktage lockten die Besucher.

Viel Live-Musik bei freiem Eintritt – das ist die Basis des Wegberger Kultursommers, der seine 16. Auflage erlebte. Um ihn herum haben sich im Laufe der Jahre weitere Angebote entwickelt. Mario Kempf, der Mitte des Jahres seine Arbeit im Team Stadtmarketing aufgenommen hat, lässt den Kultursommer Revue passieren.

Seit dem Jahr 2006 hatte Manfred Vits den Wegberger Kultursommer organisiert. Der jetzige ist auch zum großen Teil von ihm geplant worden. Sie sind seit dem 1. Juli dieses Jahres im Amt – inwieweit trägt das Programm auch Ihre Handschrift?

Kempf Der gesamte Kultursommer 2019 wurde von Manfred Vits organisiert. Durch Gespräche mit diversen Sponsoren können wir eine Fortführung der Veranstaltungsreihe vermelden. Die Finanzierung im kommenden Jahr ist gesichert, und die Reihe bleibt natürlich eintrittsfrei. Erste Gespräche mit Künstlern wurden bereits getätigt.

Was hat es mit der Premiere „Wegberg rockt“ auf sich – soll das Format einheimischen Musikern eine Bühne geben?

Kempf „Wegberg rockt“ war ein Versuch in die oben genannte Richtung. Wir wollen jedoch in Zukunft bei den großen Rathausplatz-Veranstaltungen mehrheitlich auf Mainstream setzen, um eine größere Zielgruppe anzusprechen. Für lokale Bands gibt es mit dem kleinen Kultursommer und der Alten Post, einem bestens ausgestatteten lokalen Musikclub, hervorragende Plattformen. Klassische Musik, Jazz oder besondere Konzerte finden immer wieder in der Wegberger Mühle, im Beecker Pfarrsaal oder im Forum Wegberg statt. Im Forum spielten schon Grammy-Gewinner im Rahmen des Heinsberger Gitarrenfestivals wie Robben Ford.

Wie sieht die Bilanz zum 16. Kultursommer, der am Sonntag mit dem Unplugged-Konzert der Gruppe „beets‘n‘berries“ innerhalb der kleineren Reihe in Japis Bistro am Rathausplatz zu Ende gegangen ist, aus: Wie viele Besucher kamen ungefähr, wie ist die Resonanz und was waren aus Ihrer Sicht die Höhepunkte?

Kempf Die fünf großen Veranstaltungen wurden sehr gut angenommen, wobei viele Besucher auch von außerhalb kamen. Dazu hat sich mit der Kombinationsveranstaltung Flohmarkt, Oldtimer-Ausstellung und kleiner Kultursommer mit Live-Musik eine Veranstaltungsreihe etabliert, die von Frühjahr bis Herbst immer am ersten Sonntag des Monats viele Leute anzieht. Die gesamte Veranstaltungsreihe mit großem und kleinen Kultursommer wird von circa 10.000 bis 15.000 Menschen besucht. Etwa 50 Prozent reisen von außerhalb gezielt an.

Mit Ralle Rudnik und seiner V.I.P-Band war im Sommer ein zweiter Wegberger Act auf der Bühne – wie ist dieser Auftritt auf der großen Bühne angekommen?

Kempf Der Auftritt begeisterte alle. Es war eine hochprofessionelle Aufführung mit einigen der besten Musikern Deutschlands, die zeigten, was qualitativ möglich ist und wie man mit den verschiedenen Musikstilen spielen und diese mit Leichtigkeit verbinden kann.

Gibt es bereits Planungen für das kommende Jahr: Beispielsweise mit Änderungen bezüglich des Konzepts?

Mario Kempf ist der Neue im Team des Stadtmarketings der Stadt Wegberg und zieht seine erste Bilanz für den 16. Kultursommer. Foto: Nicole Peters

Kempf Das Konzept soll wie in diesem Jahr fortgeführt werden. Zusätzlich wollen wir das jeweilige Motto noch mehr in den Vordergrund rücken. So können wir uns beispielsweise vorstellen, Essens- und Getränkeangebote mehr an einem Motto auszurichten. Eine Italienische Nacht mit frisch zubereitetem italienischem Essen und verschiedenen Weinen oder einer großen Cocktailbar zur Samba pati wäre ein Beispiel.

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