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Wegberg: Stabwechsel in der Kämmerei geplant

Personelle Veränderungen bei der Stadt Wegberg : Stabwechsel in der Kämmerei geplant

Wegbergs Kämmerin Sonja Kühlen geht am 23. Februar in den Mutterschutz. Die Verwaltung schlägt dem Stadtrat vor, dass für die Dauer ihrer Elternzeit Nina Vieth das Amt der Stadtkämmerin übernimmt.

Nina Vieth soll zur Kämmerin der Stadt Wegberg bestellt werden und vorübergehend die Aufgaben der bisherigen Stadtkämmerin Sonja Kühlen übernehmen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag, 30. Januar, ab 18.30 Uhr im Wegberger Rathaus beraten.

Hintergrund ist, dass die derzeitige Kämmerin Sonja Kühlen am 23. Februar ihre gesetzlich vorgeschriebene Mutterschutzfrist beginnt. „Da noch nicht bekannt ist, für welchen Zeitraum Frau Kühlen Elternzeit in Anspruch nehmen und in welchem Umfang sie ihre Tätigkeiten bei der Stadt Wegberg im Anschluss daran wieder aufnehmen wird, ist bis auf Weiteres das Amt Kämmerer/Kämmerin neu zu besetzen“, erklärt Bürgermeister Michael Stock.

Der Kämmerer oder die Kämmerin ist als Leiter des Finanzdezernates einer Stadtverwaltung für deren Finanzen verantwortlich. Die Kämmerin stellt den jährlichen Haushaltsplan auf und gehört neben Bürgermeister Michael Stock, der Ersten Beigeordneten Christine Karneth und dem Technischen Beigeordneten Frank Thies dem Verwaltungsvorstand an. Hauptaufgabe des Verwaltungsvorstands ist es, die Einheitlichkeit der Verwaltungsführung zu erhalten.

Nina Vieth hat zuletzt den Fachbereich Finanzwirtschaft geleitet und sie hat, wie es im Beschlussvorschlag weiter heißt, Bürgermeister Michael Stock gegenüber ihre Bereitschaft signalisiert, diese Aufgabe zu übernehmen und ihre wöchentliche Arbeitszeit auf 27 Stunden zu erhöhen. Unterstützt werden soll Nina Vieth von Stadtverwaltungsrat Marc Neumann. Er wird ab dem 23. Februar dem Fachbereich Finanzwirtschaft als stellvertretender Fachbereichsleiter als Vollzeitkraft zur Verfügung stehen. Die Mitbestimmungsgremien haben den beabsichtigten personellen Veränderungen bereits zugestimmt. Mit der Bestellung zur Kämmerin würden auf Nina Vieth auch organschaftliche Befugnisse übertragen. So könnte sie unter anderem Entscheidungen über außerplanmäßige und überplanmäßige Aufwendungen und Auszahlungen treffen sowie die im Haushaltsplan enthaltenen Ermächtigungen und Verpflichtungen sperren.

Die Mitglieder des Hauptausschusses und des Stadtrates sollen bei der Neubestellung der Kämmerin auch beschließen, auf die obligatorische Wiederbesetzungssperre, die laut Ratsbeschluss vom 13. September 2011 für die Dauer von sechs Monaten bis zum 23. August 2020 gelten würde, zu verzichten.