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Wegberg soll 2019 einen Lokalen Teilhabekreis bekommen

Ab 2019 Lokaler Teilhabekreis für Wegberg : Mehr Teilhabe möglich machen

In einigen Kommunen des Kreises Heinsberg gibt es Lokale Teilhabekreise, in denen Menschen mit und ohne Behinderung ihre Anliegen besprechen. 50 Menschen in Wegberg wollen ebenfalls einen solchen Kreis gründen.

In Wegberg soll Anfang nächsten Jahres ein „Lokaler Teilhabekreis für Menschen mit und ohne Behinderung“ gegründet werden, der sich für ein gleichberechtigtes Miteinander einsetzt. Dieses erfreuliche Ergebnis nahm Martina Alba, Mitarbeiterin des Gemeindedienstes beim Caritasverband für die Region Heinsberg, aus einer Bürgerversammlung zum Thema mit. Rund 50 Interessierte, darunter Bürgermeister Michael Stock, waren der Einladung dazu in die Wegberger Mühle gefolgt.

Eine Projektgruppe setzt sich dafür ein, im Kreis Heinsberg flächendeckend Lokale Teilhabekreise zu gründen. Dazu haben der Caritasverband, Via Nobis und die Lebenshilfe eine Kooperation gegründet, gefördert durch die Aktion Mensch. Die Gruppe besteht aus Teilnehmern bereits bestehender Teilhabekreisen, darunter auch Menschen mit Behinderung, die aktiv die Bürgerversammlung in Wegberg mitgestaltet haben.

Viele Besucher der Versammlung bekundeten am Ende ihr Interesse, einen Lokalen Teilhabekreis in Wegberg aufzubauen und daran mitzuwirken. Erfreut darüber sind die Gastgeber, deren Ziel es in erster Linie war, über die Lokalen Teilhabekreise zu informieren. „In Heinsberg, Hückelhoven, Gangelt, Geilenkirchen und Erkelenz gibt es bereits einen Lokalen Teilhabekreis. Wir würden uns wünschen, dass es zukünftig in jeder Stadt oder Gemeinde einen solchen Lokalen Teilhabekreis gibt“, erklärte Martina Alba zu Beginn.

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Zweierlei wurde in der Versammlung unternommen: zu erfragen, wie Teilhabe in Wegberg praktiziert wird, und zu berichten, wie andernorts Lokale Teilhabekreise funktionieren. Denise Lison von der KoKoBe (Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen), die mit der Gemeindesozialarbeit der Caritas die Lokalen Teilhabekreise in Erkelenz und Heinsberg moderiert, berichtete etwa, dass Menschen mit und ohne Behinderung dort schauen, wo es in ihrer Stadt „mit der Inklusion hapert“. Die Treffen fänden alle vier Monate an verschiedenen Orten statt, um Kontakte zu knüpfen. Zudem würden kleine Arbeitsgemeinschaften gebildet, um Themen intensiver bearbeiten zu können. Als Beispiele nannte Lison, dass in Erkelenz das Augenmerk auf die Barrierefreiheit bei öffentlichen Veranstaltungen gelegt wurde. Es sei unter anderem erreicht, dass es bei der Kirmes eine barrierefreie Toilette gibt. Und in Heinsberg sei es gelungen, dass der Stadtsportverband eine inklusives Sportfest veranstaltete. Deutlich wurde auch, berichtete der Caritasverband im Anschluss an die Veranstaltung in einer Pressemitteilung, dass es Menschen im Lokalen Teilhabekreis leichter fällt, ihre Anliegen vorzutragen, weil es dort keine Berührungsängste gibt.

Lothar Esser, Quartiersmanager der Stadt Wegberg, stellte außerdem noch die Arbeitsgruppe „Barrierefreiheit“ in Wegberg vor und was sie bisher erreichen konnte. „Barrierefreiheit ist in jedem Lokalen Teilhabekreis ein großes Thema. Wir sind froh, dass es die AG in Wegberg gibt“, betonte Martina Alba.

(spe)