Wegberg: Schule am Grenzlandring erntet eigenes Gemüse

Besonderes Projekt : Schüler säen und pflanzen für leckeres Schulgemüse

Die Schule am Grenzlandring erntet ihr eigenes Gemüse.

In der Schule am Grenzlandring liegt die Küche, in der während der hauswirtschaftlichen Stunden gekocht wird, nur ein paar Meter vom Schulgarten entfernt. Somit ernten die Schüler und Schülerinnen frisch aus dem eigenen Garten und verwerten das Gemüse und die Kräuter für die leckeren Gerichte.

Bereits zum dritten Mal begleitet die „GemüseAckerdemie“ – ein Bildungsprogramm des Vereins „Ackerdemia“ – das Gartenprojekt, indem sie Pflanzen zur Verfügung stellte und Mitarbeiter die Beete anlegten. Zudem war Ackercoach und Pflanzleiter Jonas Friederitzi am Morgen des Säh- und Pflanztages mit fünf Ackerhelfern mit dabei. Auch Andrea Hülsen, Klassenlehrerin der fünften Klasse und Hauswirtschaftslehrerin, unterstützte die 18 Schüler, die in zwei Gruppen aufeinanderfolgend ackerten.

Die Jungpflanze des Fenchels erkenne man an den Blättern ziemlich gut, bestätigte Friederitzi im Eingangsgespräch. Auch die drei Ackerregeln hatten sich die acht Fünftklässler und zwei Neuntklässler, Felix und Alex, der ersten Gruppe gemerkt. So ist es wichtig, die jungen Pflänzchen am Erdballen anzufassen. Vorsichtiger Umgang ist bei Werkzeugen wie spitzen Schaufeln zu beachten sowie ist es ratsam, sich auf den angelegten Wegen zu bewegen. „Das Gemüse mag sehr gerne lockere Erde, damit seine Wurzeln hinein wachsen können“, bekräftigte der Ackercoach.

Immer in Zweiergruppen mit je einem Ackerhelfer machten sich die Mädchen und Jungs daran, Reihen fürs Säen von Möhren-, Pastinaken- oder Radieschensamen zu ziehen sowie Löcher auszuheben und die Tomaten, Zucchinis oder Kartoffeln vorsichtig in den Boden zu setzen. Mit reichlich Wasser sorgten sie dafür, dass die Pflanzen einen guten Start hatten. „Die ‚GemüseAckerdemie‘ feiert im September fünfjähriges Jubiläum“, erzählte der Pflanzleiter am Rande, „diese Schule ist relativ lange dabei und ist relativ eigenständig.“ Voraussichtlich im August wird es in der Schule am Grenzlandring einen weiteren Pflanztag mit Begleitung geben. „Wir haben rund 30 verschiedene Gemüsesorten – dabei setzen wir auf Gemüse, das die Kinder kennen, aber wollen auch zeigen, das es eine große Vielfalt gibt, die im Supermarkt nicht zu bekommen ist.“

Ein Baugerüst hatte den verspäteten Termin verursacht, ergänzte Andrea Hülsen, sonst ist man in dem Wegberger Schulgarten das erste Mal bereits Ende März oder im April aktiv. „Ab der Klasse sieben gehe ich mit den Hauswirtschaftsgruppen in den Schulgarten“, berichtete die Klassenlehrerin, diese übernehmen das Unkrautjäten, Gießen und Ernten.

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