Wegberg: Realschule kooperiert mit Pflegeheim

Vereinbarung unterzeichnet: Realschule kooperiert mit Pflegeheim

Mit einer Kooperationsvereinbarung haben Schule und Heimmitarbeiter unter Beteiligung von KURS-Koordinatoren, Bezirksregierung sowie Industrie- und Handelskammer ihre zukünftige Zusammenarbeit besiegelt.

Durch die vereinbarte Lernpartnerschaft innerhalb der Initiative KURS sollen zukünftig sowohl die Schüler der Edith-Stein-Realschule als auch Mitarbeiter und Bewohner des Seniorenzentrums Breberen (SZB) der Heinrichs-Gruppe mit Standort in Wegberg auf der Freiheider Straße profitieren. Die Jugendlichen der Stufen sieben bis neun lernen künftig die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder von Pflegeberufen kennen und bieten im Gegenzug verschiedene Projekte an.

Mit dem Unterzeichnen einer Kooperationsvereinbarung haben dies Schule, SZB, KURS-Basisbüro beim Schulamt für den Kreis Heinsberg, Bezirksregierung Köln und IHK besiegelt. Nach Begrüßung von Schulleiterin Karin Viethen der Gäste, unter denen sich Schüler der Klasse 9a sowie die Klassensprecher der achten und neunten Klassen befanden, ging KURS-Koordinator Christof Leinders sehr bildhaft auf die Vereinbarungskonditionen ein. „Es handelt sich um Kooperationen von Unternehmen und Schulen und die Initiative wird von IHK und Bezirksregierung Köln unterstützt.“ Die Aufgabe der KURS-Koordinatoren – Marlon Dahlmanns war ebenso anwesend – sei es, die Lernpartnerschaften zu vermitteln. Ähnlich einer Partnervermittlung, da sowohl das Kennenlernen, als auch erstes Date und „Ehevertrag“ in ihren Zuständigkeitsbereich falle. Aufgebot und Standesbeamten stellt die IHK. Falls (Ehe-) Probleme auftauchten, seien die Berater wieder zuständig. Die Vorzüge der Partnerschaft für die Schüler, die Dreh- und Angelpunkt bildeten, seien praxisnahe Erfahrungen und Kontaktaufnahme in die Berufwelt.

Bürgermeister Michael Stock freute sich über das Projekt, mit dem eine weitere Kooperation mit einem Unternehmen realisiert wird. „Ich lege euch ans Herz, in Zukunft so eine Arbeit zu machen“, wandte er sich an die Schüler. Erste Erfahrungen im Seniorenzentrum hatte Felix Kehren (8b) beim Tagespraktikum am Boys- and Girlsday im SZB gesammelt. „Es war interessant zu erfahren, wie viele Leute es dort gibt und wie viele von ihnen Unterstützung brauchen.“ Drei Wochen lang war Adam Andruchowicz (9a) in einem Praktikum dort beschäftigt. Pflegerische Tätigkeiten wie beim Aufstehen, Waschen oder Rasieren zu helfen lernte er ebenso kennen, wie mit dem Sozialen Dienst bei der Essensausgabe zu helfen oder mit den Senioren Karten sowie Bingo zu spielen.

SZB-Leiterin Andrea Laugs stellte die Ausbildungsberufe von der Altenpflege- oder Verwaltungsfachkraft bis zum Heilerziehungspfleger vor. „Wir freuen uns auf den Austausch von jung und alt und es gibt schon einige Projekte, die wir uns mit unseren Bewohnern und Ihnen vorgenommen haben.“ Für die Realschule sei es eine Kooperation, die zu bestehenden Partnerschaften mit Institutionen wie der AOK dazukomme, erläuterte Karin Viethen und begrüßte die Möglichkeit der Einblicke in die Berufswelt. Studien- und Berufskoodinatorin Ina Müssen stellte die geplante Umsetzung von Schulseite aus vor: So wird mittwochs eine AG stattfinden, in der in der etwa gedichtet oder gebastelt wird und jeweils in der Folgewoche Besuche im Altenpflegeheim folgen. Für die IHK Aachen sprach sich Gisbert Kurlfinke für die Partnerschaft, die realistische Berufswahlentscheidungen förderten, aus.

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