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Wegberg: Ratsfraktionen fordern Stolpersteine

Gemeinsamer Antrag in Wegberg : Ratsfraktionen fordern Stolpersteine

Um die Erinnerung an die Opfer der Zeit des Nationalsozialismus aufrecht zu erhalten, gibt es nun einen gemeinsamen Antrag. Unterzeichnet ist dieser von den Fraktionsvorsitzenden.

Auch in der Stadt Wegberg sollen Stolpersteine verlegt werden. Die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Aktiv für Wegberg FWW, FDP und Die Linke haben dazu einen gemeinsamen Antrag gestellt.

Nach Auffassung der Ratsfraktionen soll beschlossen werden, dass die Stadt am Projekt Stolpersteine teilnimmt. Dabei solle die Verwaltung dieses Projekt federführend begleiten.

In ihrem Antrag sprechen die Fraktionen von Gunter Demnig. Mit seinen Stolpersteinen erinnert der Künstler an die Opfer des Zeit des Nationalsozialismus. Die kleinen Gedenktafeln aus Messing lässt Demnig in den Bürgersteig ein – genau an den Orten, wo der letzte selbstgewählte Wohnort der NS-Opfer liegt. Inzwischen sind diese Stolpersteine in 1265 Kommunen Deutschlands verlegt, zusätzlich in 21 Ländern Europas. Auch im Kreis Heinsberg sind Demnigs Stolpersteine verlegt, so etwa in Erkelenz, Gangelt, Heinsberg und Wassenberg. „Auch in Wegberg gab es Familien, die ihren letzten selbstgewählten Wohnsitz in Wegberg hatten“, heißt es im Antrag. Exemplarisch genannt wird die Familie Salm.

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„Das Projekt sollte dabei nicht nur aus einem bloßen Ratsbeschluss an die Verwaltung bestehen, sondern als Prozess gestaltet sein, an dem verschiedene Gruppierungen und Institutionen beteiligt sind“, begründen die Fraktionen ihren Antrag weiter. Vorgeschlagen wird unter anderem, zur Deckung der Kosten Patenschaften einzurichten.