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Wegberg: Neues Eiscafé in Rickelrath bietet ausgefallene Eisspezialitäten

Eiscafé Cellino in Rickelrath : Selbstgemachte Eisspezialitäten im Angerdorf

Das Wegberger Eiscafé Cellino hat im März eine große Filiale in Rickelrath eröffnet: Seit dem 11. Mai können die Gäste auch wieder an den Tischen drinnen und auf der Terrasse ihr Eis genießen.

Eine überdimensionierte Eistüte mit bunten Kugeln kündigt die neu eröffnete Eisdiele Cellino bereits von weitem an: Im Zentrum des Angerdorfes an der Abzweigung Richtung Reetdachdorf Schwaam gelegen, lädt sie mit großzügiger Fläche, moderner gemütlicher Inneneinrichtung und Terrasse die Liebhaber kühler Köstlichkeiten zum Verweilen ein. Dabei gestaltete sich die Anfangszeit aufgrund der Corona-Pandemie recht schwierig, erzählt Inhaber Ozan Kunduru.

Starteten sein Team und er die ersten zwölf Tage im März auch sehr gut, mussten sie doch am 13. Tag jenes Monats das Geschäft schließen. Seither hat der Chef den Betrieb Schritt für Schritt wieder hochgefahren. Und die Gäste können seit dem 11. Mai ebenso wieder an den Tischen drinnen und auf der Terrasse die Kaffee- und Eisspezialitäten oder Waffeln zu sich nehmen. Masken sind beim Hereinkommen und Herausgehen Pflicht, auf den Mindestabstand ist zu achten.

Für den 27-Jährigen Kunduru ist die Eisherstellung und der Verkauf eine Leidenschaft, erzählt er. Täglich frisch bereitet er die zahlreichen Sorten mit frischen Zutaten ohne Zusatzstoffe her. Nach italienischem Rezept, das er verfeinert, sodass er „immer auf einem Top-Niveau“ ist. Ein Grundprinzip, das auch für das Wegberger Geschäft auf der Beeckerstraße 52 gilt. Ebenso gibt es das Familienunternehmen Cellino seit mehr als 30 Jahren in Mönchengladbach-Rheydt.

In Rickelrath bietet sich ihm jetzt aber zusätzlich die Möglichkeit, neue eigene Eissorten zu kreieren und das Sortiment aus eigener Initiative zu variieren. „Für mich ist die Filiale in Rickelrath eine ganz neue Herausforderung“, sagt Ozan Kunduru. Er stellt seit zehn Jahren Eis her und verkauft es. Zunächst fing er in Rheydt an und hat dann mit Bruder Semih das Café in der Wegberger Innenstadt aufgemacht. „Dann habe ich den Schritt gemacht, mich hier zu vergrößern – ein Eiscafé in der Größe gibt es bisher in Wegberg nicht.“ Normalerweise finden innen über 40 Personen Platz – zur Zeit sind die Plätze wegen der Corona-Pandemie auf 30 reduziert. Und auf der Außenterrasse können bis zu 30 Personen sitzen. Zudem ist es im Gegensatz zur Wegberger Eisdiele, die von Mitte Februar bis Anfang Oktober geöffnet ist, das ganze Jahr über offen.

Das Konzept, eine Eisdiele in dieser Form im Angerdorf zu betreiben, sei bisher bei Dorfbewohnern, Wanderern und Radlern super angekommen, berichtet der junge Geschäftsmann. Es kommen auch Autofahrer, die den Parkplatz vor der Tür nutzen, her. Täglich experimentiert er, um ausgefallene Eissorten wie Joghurt mit Maracuja, Schoko-Sherry oder im Sommer Wassermelonen-Eis zu kreieren. Dabei verwendet er für die Fruchtsorten zu 100 Prozent natürliche Früchte, bevorzugt aus der Region, fügt er an: So sind in einem gängigen Erdbeereis-Bottich eineinhalb Kilo frische Erdbeeren enthalten. „In der Herstellung ist dies etwa aufwendiger, aber die Qualität des Eises ist viel besser“, betont er.

Im Winter wird es dazu selbstgemachten Apfelstrudel sowie Waffeln, beispielsweise mit Kirschen, geben. Ein weitere Besonderheit stellt die freundschaftliche Beziehung zum Inhaber des benachbarten Restaurants „La Tosca“ dar: Das Eiscafé ist mit diesem verbunden, sodass Gäste auch die Speisen des jeweiligen anderen Anbieters bestellen und essen können. So wählen viele der Restaurant-Besucher als Nachtisch ein Eis und bekommen es von nebenan direkt an ihren Tisch gebracht. Ebenso können Eiscafé-Gäste eine warme Speise ihrer Wahl von „La Tosca“ im Eiscafé essen, während die Begleiter kühle Eisspeisen oder Kaffeespezialitäten zu sich nehmen.

Die freundschaftliche Nutzung der Räumlichkeiten hatte sich Anfang des Jahres ergeben, blickt Ozan Kunduru auf die Anfänge seiner Geschäftsgründung zurück. So hatten sein Freund und er überlegt, wie der hintere Buffetbereich des Restaurants anders genutzt werden könnte und es kam die Idee auf, eine Eisdiele einzurichten. Beide Freunde renovierten jeweils ab dem 1. Januar und eröffneten am 1. März wieder (das Restaurant), beziehungsweise neu (das Eiscafé). Und sie schafften damit die Voraussetzungen dafür, dass Eisliebhaber aus nah und fern seither eine neue Eisdiele inmitten des beschaulichen Angerdorfes vorfinden.