Wegberg: Linke kritisieren Radschnellweg-Pläne

Stellungnahme : Linke kritisieren Pläne für Radschnellweg

Die Fraktion „Die Linke“ im Rat der Stadt Wegberg kritisiert die Idee von Bürgermeister Michael Stock (SPD), auf der alten, stillgelegten Bahnstrecke zwischen Dalheim und dem niederländischen Roermond mit Fördermitteln einen Radschnellweg einzurichten.

„Bessere Bedingungen für den Radverkehr sind wichtig. Keine Frage. Aber nicht auf Kosten einer Bahnverbindung mit so guten Voraussetzungen für den Personenverkehr“, teilen die Linken mit. Ein attraktives euregionales Tourismusangebot bekomme man nur in der Kombination von Schiene und Rad hin, „daher halten wir den Radschnellweg für eine prestigeträchtige Schnapsidee“, teilen die Wegberger Linken mit. Für Ausflügler wäre die Bahn eine echte Unterstützung, denn dann wären auch Einrichtungsfahrten mit bequemer Rückreise möglich.

Die Linken weisen auch auf eine Machbarkeitsstudie des Regionalverbandes Ruhr hin, wonach Radschnellwege nur dort sinnvoll seien, wo diese auch von vielen Menschen genutzt werden, sprich in Ballungszentren. „Radschnellwege sind ein probates Mittel, um chronisch überlastete Verkehrswege anderer Verkehrsmittel zu entlasten und den Ansprüchen einer modernen Gesellschaft hinsichtlich neuer Mobilitätstrends gerecht zu werden“, teilen die Linken mit. Das Fahrrad werde so zu einer echten Alternative für den Alltagsverkehr. „Aus diesem Grund würde, wenn überhaupt, ein Radschnellweg nach Mönchengladbach Sinn machen, denn laut amtlicher Statistik des Landes NRW pendeln täglich 3077 Arbeitnehmer aus Wegberg nach Mönchengladbach und 807 Wegberger nach Düsseldorf“, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Fraktion „Die Linke“ im Rat der Stadt Wegberg.