Wegberg: Künstler laden zu „Einblicke 2018“ in Atelieretage im alten Kloster ein

Altes Kloster Wegberg : Atelieretage öffnet die Türen

Die Jahresausstellung „Einblicke 2018“ ist am Wochenende im ehemaligen Kloster zu sehen. Insgesamt zehn Künstler präsentieren dann ihre Werke.

Nachdem im Frühjahr mit einer Veranstaltung das zehnjährige Bestehen der Atelieretage (Rathausplatz 6) als Kulturpunkt in Wegberg gefeiert wurde, öffnen sich die Klostertore während des Adventsmarktes (Wegberger Weihnacht) in der Wegberger Innenstadt am ersten Dezemberwochende zu den bereits traditionellen, alljährlichen Einblicken in das aktuelle Schaffen der zehn Atelieretagenkünstler.

Die Ausstellung und die Ateliers sind am Samstag, 1. Dezember, von 16 bis 20 Uhr und am Sonntag, 2. Dezember, von 11 bis 18 Uhr für die Besucher geöffnet. Beate Bündgen beschäftigt sich mit dem Geheimnisvollen in ihrer figürlich-abstrakten Holzschnittkunst, bei der sie Stelen aus Holz schnitzt und als Druckstock nutzt, um Drucke zu mythischen Themen und Strukturen des Lebens zu schaffen. Tiefdrucke und malerische Grafiken zu philosophischen Fragen und zur Naturverbundenheit zeigt Stefanie Mosburger-Dalz. Naturthemen mit klassischer Malerei in Acryl präsentiert Petra Plum. Karin van Zoggel bringt unter dem Titel „Zusammenspiel“ Naturthemen in einen Kontrast mit Aluminiumfarbe als Bildelement. Ulrike Kotlowski und Johannes Donner arbeiten in ihrer Informel-Malerei experimentell mit Mitteln wie Sumpfkalk, Marmormehl, Pigmenten und Bindern. Während Kotlowski dynamisch freche Impulse farbig bewegt inszeniert, hat Johannes Donner mit seinen Arbeiten zum Thema „Zeichen der Zeit“ einen anderen Bezug. Er deutet auf die Spuren, die das Leben durch Veränderungsprozesse gestaltet. Brigitte Uhrmacher zeigt beeindruckende grafische Malerei. Sie erlangte zuletzt das Diplom für den Abschluss der Aufbauklasse bei Prof. Markus Lüpertz und befindet sich nun in der Meisterklasse. Ursula Kempf zeigt ihre Farbflächen und abstrahierten Stadtlandschaften. Stadtlandschaften, aber auch Naturthemen zeigt Johann Wittmann in klassischer Öl- und Acrylmalerei, jedoch mit dem Fokus auf die Menschen bzw. Subjekte als Massenformation im Raum. Ingrid Pusch hat ihre Coloured-Field-Malerei auf kleinen Formaten ausgebaut und nutzt nun auch Assemblagetechniken etwa mit Holz oder Stoff als Bildelement.

Die Veranstaltung gibt Gelegenheit, in besonderer Atmosphäre Kunst zu genießen und sich mit den Künstlern auszutauschen. In den Fluren des ehemaligen Karmeliterklosters und in den Künstler-Ateliers werden Arbeiten ausgestellt. Bereits gute Tradition: 100 Schoko-Nikoläuse weisen den Weg in einer Spirale nach oben zu den Ateliers. Im Künstler-Gemeinschaftsraum können Besucher verweilen und sich entspannen und mit einem Häppchen und einem Getränk verwöhnen lassen.