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Wegberg: Kirchenchor Cäcilia gibt Cäcilienkonzert in Kirche St. Peter und Paul

Wegberg : Cäcilienkonzert in Festbesetzung

Für den Kirchenchor Cäcilia 1846 Wegberg stellte die Aufführung in der Kirche St. Peter und Paul mit vielen weiteren Musikern ein Novum dar. Franz Schuberts Messvertonung „Missa brevis in G-Dur“ stand dabei im Mittelpunkt.

Ein außergewöhnliches Konzert erfordert eine geeignete personelle Besetzung: So beteiligten sich neben dem Kirchenchor „Cäcilia“ 1846 beim Cäcilienkonzert in der Kirche St. Peter und Paul unter Gesamtleitung von Karl Hütz viele weitere Musiker. Dabei war es dem Chor möglich, Ausfälle auszugleichen.

So konnte Sopranistin Dara Hobbs relativ kurzfristig gewonnen werden und Tenor Ricardo Marinello sprang für einen erkrankten Kollegen ein. Ebenso wie Bass Yasuyuki Toki gehören die Solosänger dem Theater Mönchengladbach an. Verstärkung erhielt der Kirchenchor mit Projektsängern, es erweiterten Pauken und Trompeten das Kammerorchester „camerata wegbergensis“ und Helmut Misgaiski spielte das Orgel-Positiv. Insgesamt eine prominente und große Besetzung, die sehr erfolgreich das Cäcilienkonzert, bei dem die Messvertonung „Missa brevis in G-Dur – DV 167“ von Franz Schubert im Mittelpunkt stand, darbrachte.

„Es ist toll, dass die Kirche so voll geworden ist“, wandte sich einer der Chorsprecher, Bernhard Krischer, an die Anwesenden, „das ist ein klasse Gefühl und spornt an.“ Unter den Ehrengästen begrüßte er unter anderem Präses Franz Xaver Huu Duc Tran, Pfarrvikar Theo Wolber, Pastor Abbé George und Diakon René Brockers namentlich. „Das Konzert fällt in den Cäcilienmonat November“, erläuterte er, „und solch ein Cäcilienkonzert ist ein Novum.“ Er habe noch keins erlebt und sei fast 20 Jahre Mitglied im Chor.

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Als Schwerpunkt-Musikliteratur hatte der Chor Schuberts Messvertonung in G-Dur ausgewählt: Vor einigen Jahren hatte er das Werk bereits in einem Gottesdienst aufgeführt und jetzt sollte es im Rahmen eines Konzertes zu hören sein, wobei die gottesdienstliche Reihenfolge beibehalten wurde. In drei Teilen brachten sie das Werk in beeindruckender Klangvielfalt von Instrumentalisten und Sängerschar sowie Solisten zu Gehör. So erstrahlte die Sopranstimme direkt im Kyrie, verstärkten Trompeten das jubilierend und kraftvoll präsentierte Gloria oder es schufen alle im Credo ein sich wunderbar ergänzendes Gesamtmusikwerk mit leicht dramatischem Charakter.

Dazwischen interpretierten die Instrumentalisten Wolfgang Amadeus Mozarts „Kirchensonate in B-Dur-KV 68“ klanglich weit in durchgängigem, mittlerem Tempo. Karl Hütz improvisierte auf der Orgel frei zum Bach-Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ und fügte so dem Konzert raumgreifende Orgelklänge hinzu. Beim abschließenden Stück „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ aus dem Elias opus 70 des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy waren die Zuhörer aufgefordert, an Mitmenschen vom Enkel bis zum Senior zu denken. „Dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“, lautete ein Folgesatz, ebenso wie „Dass sie dich auf den Händen tragen“ – in langen Noten niedergeschrieben und von den Konzertierenden voller Gefühl mehrstimmig und vor allem zur Begleitung der Streicher dargebracht.

Das Publikum im Kirchenraum spendete am Ende viel Applaus, der Chor und das Kammerorchester lieferten eine Zugabe.