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Wegberg: Karnevalsgesellschaft Flöck op feiert 140-Jähriges

Galasitzung in Wegberg : „Flöck op“ feiert dreifaches Jubiläum

Hochstimmung in Wegberg, wo die KG „Flöck op“ nicht nur 140-Jähriges feierte. Präsidentin Sonja Opwis erlebt einen krönenden Schlusspunkt ihrer langjährigen Aktivitäten in der ersten Reihe.

Die Karnevalisten der KG „Flöck op” haben gleich mehrere Jubiläen zu feiern: so das 140-jährige Bestehen ihrer Gesellschaft, 20 Jahre Erfolg ihrer Showtanzgruppe „Wilde Weiber” und stolze 30 Jahre karnevalistisches Treiben ihrer Marketenderinnen „Flöcky Hexen”. Entsprechend gut bestückt war einmal mehr das Programm der Kostümsitzung, die Freitagabend startete und bis weit nach Mitternacht ging, das Literat und Vorsitzender Gerd Opwis wieder mit Engagement und Fingerspitzengefühl zusammengestellt hatte. Ebenso bildete die Veranstaltung im ausverkauften Saal für Erste Präsidentin Sonja Opwis einen krönenden Schlusspunkt ihrer langjährigen Aktivitäten in der ersten Reihe: Für sie ist es die letzte Session als „Gesicht der ,Flöck op’”. Sie wird künftig wieder in der zweiten Reihe aktiv sein.

Den KG-Jubiläen angemessen, bildeten viele Höhepunkte eine Kostümsitzung in bester Stimmung. So erlebte die souveräne Moderatorin „einen der längsten Einmärsche in meiner Zeit als Präsidentin”: Dreigestirn Prinz Bernd II. (Heiss), Bauer Willi (Dohmen) und Jungfrau Helene (Ralf Barten) nahmen sich mit Gefolge außergewöhnlich viel Zeit, um Rosen unter das Volk zu bringen und Bützchen zu verteilen. Zu ihrem Sessionslied und Motto „Drei Jecken außer Rand und Band, feiern Karneval am Berker Schwalmenstrand” tanzte neben dem Dreigestirn die versammelte „Flöck-op”-Gesellschaft auf der Bühne mit. Ein außergewöhnlicher stimmungsvoller Anblick, der durch das feiernde Publikum gesteigert wurde. Dass die KG sehr gut in den eigenen tänzerischen Reihen aufgestellt ist, hatten da bereits Show- und Gardetänze der Tanzmariechen, Bambini, Jugend- und später der Juniorengarde sowie der „Wilden Weiber” mitreißend bewiesen.

Eisbrecher in der Bütt war Gisbert Fleumes – die höchst kompetente Kölner Servicekraft im 17. Ausbildungsjahr. Er gestattete der ihn wunderbar anstrahlenden Clownin in der ersten Reihe, „Fleumchen” zu ihm zu sagen. Mit reimenden Witzen befand er sich auf den Spuren von Goethe, Schiller und Achilles: Letzterer war ja auch mit seinen
F(V)ersen berühmt geworden, wie er erläuterte. Viel Aufmerksamkeit erregte zudem der Auftritt von Bruce Kapusta: Als Clown mit Trompete stimmte er einen karnevalistischen Stimmungshit nach dem anderen an und hatte schnell die Jecken im Griff. Zum Lied „Ich bin ene kölsche Jung” stieg er kurzerhand auf einen Tisch im Saal, ließ regelmäßig Konfetti regnen und wurde durch Schunkeln und Mitsingen begleitet.

Im Konfetti-Anzug mit schwarzer Lockenpracht feierte auch der erste Bürger der Stadt, Michael Stock, mit, der zeitweise ebenfalls auf den Bühnenbrettern stand. Später stattete ein weiterer Hochkaräter der Unterhaltung, Bernd Stelter, Wegberg einen Besuch ab. Ebenso wie Achim und Harry, Klaus und Willi oder die Klinkumer Band „De Kloetschköpp” wurde er ausgiebig vom Publikum gefeiert.