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Wegberg: Jörg Hanisch spendet 5000 OP-Masken an Hemann-Josef-Krankenhaus Erkelenz

Corona-Krise in Wegberg/Erkelenz : Von Ischgl in die Quarantäne

Jörg Hanisch, Geschäftsführer des Autohauses Hanisch in Rath-Anhoven, wollte nur mit Freunden verreisen. Dann kam die Corona-Infektion. Nun hat er dem Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz 5000 OP-Masken gespendet.

Eigentlich wollten sich Jörg Hanisch und einige seiner Freunde im österreichischen Ischgl ein paar Tage eine gute Zeit genehmigen. Der Geschäftsführer des Rath-Anhovener Autohauses Hanisch erlebte dann aber eine skurrile Szenerie. „Es kamen zunächst erste Gerüchte auf, es schlossen daraufhin die ersten Geschäfte. Wir sind dann vorsichtshalber eher als geplant abgereist“, sagt Jörg Hanisch. Verhindert hat dies aber nicht, dass er sich mit dem Coronavirus infizierte. Noch auf dem Heimweg hat er alles in die Wege geleitet, um sein Unternehmen für die kommende Zeit zu rüsten und sich in Quarantäne zu begeben.

Die Geschichte hat Jörg Hanisch nachdenklich werden lassen, als er schließlich gemeinsam mit seiner Frau in häuslicher Quarantäne begab. Auch sie war letztlich infiziert. Jörg Hanisch: „Ich hatte zwei bis drei Tage ein typisches Krankheitsgefühl und fühlte mich schlapp und müde – das war es dann aber auch. Auch bei meiner Frau zeigte sich glücklicherweise ein milder Verlauf der Erkrankung.“ Beide sind längst wieder genesen und wieder mittendrin im normalen Leben. „Ich fühle mich wieder frei und arbeite normal weiter“, erzählt Hanisch.

Trotzdem: Kaltgelassen hat ihn die Situation, die sich weltweit immer weiter verschärft hatte, absolut nicht. Vor allem hat er dabei an seine heimische Region gedacht. Nutznießer ist nun das Hermann-Josef-Krankenhaus, das nun 5000 OP-Masken von Hanisch erhielt. Beim Ausladen der wertvollen und wichtigen Fracht halfen ihm Landrat Stephan Pusch, der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen und Jann Habbinga, Verwaltungsdirektor des Hermann-Josef-Krankenhauses. „Unser Autohaus ist ein regional stark verbundenes Familienunternehmen in dritter Generation, das über zwei Standorte in Wegberg-Rath-Anhoven und Hückelhoven verfügt. Durch die entstandene Verbundenheit und den Zusammenhalt des Kreises Heinsberg, unter dem Motto #HSBESTRONG, möchten auch wir gerne die Region und in Verbindung damit das Hermann-Josef Krankenhaus Erkelenz mit einer Spende von 5000 OP-Masken unterstützen“, sagte Jörg Hanisch bei der Spendenübergabe vor dem Krankenhaus an der Tenholter Straße.

Und weiter: „Der Slogan ,hsbestrong’ ist total toll. Ganz besonders leistet Landrat Stephan Pusch eine sehr gute Arbeit für die Menschen hier im Kreis Heinsberg. Ich selbst habe mit meiner Frau erkennen dürfen, wer was für einen tut, wenn es einem nicht so gut geht. Das hat uns gefallen und beeindruckt in unserer Quarantäne-Zeit. Und: Wir alle sehen derzeit deutlich, was in den Krankenhäusern abgeht, was dort geleistet wird. Unser Dank richtet sich in der für uns alle schwierigen Zeit besonders an unsere Ärzte und Pflegekräfte für ihren unermüdlichen Einsatz.“

Bei der Initiierung des Spendenprojekts stand Jörg Hanisch unterdessen das Unternehmen Autoteile Hermann aus Mönchengladbach, mit dem Hanisch schon lange gut zusammenarbeit und das die Lieferung der OP-Masken möglich gemacht hat.