Wegberg: In Berg platzte am Dienstag eine Wasser-Transportleitung: Wasser und Strom fielen danach zwei Stunden aus

Rohrbruch in Berg : Kein Strom und Wasser in Wegberg

Einsatz bis in die Nacht hinein: Unter einer Seitenstraße in Berg platzte am Dienstagabend eine Transportleitung für Trinkwasser. In der Folge waren Bereiche von Wegberg bis zu zwei Stunden ohne Wasser und unter anderem die Innenstadt auch ohne Strom, weil der Keller eines Umspannwerks vollgelaufen war.

Durch eine Störung in der Hauptversorgungsleitung sind aktuell große Teile von Wegberg ohne Wasser. Außerdem gibt es eine Störung im Mittelstrombereich, wodurch viele Haushalte ebenfalls ohne Strom sind. Kurz nach 19 Uhr setzte die Wegberger Feuerwehr die Bevölkerung in Kenntnis darüber, weshalb Strom und Wasser fehlten. Es dauerte anschließend zwei Stunden, bis entwarnt werden konnte. Die Stromzufuhr war gegen 21.20 Uhr wiederhergestellt, und Wasser floss zu diesem Zeitpunkt ebenfalls wieder aus den Hähnen. Beendet war der Einsatz für Feuerwehr, Wasser- und Stromversorger, Polizei und Tiefbaufirma zu diesem Zeitpunkt allerdings noch längst nicht.

In der Ortslage Berg war es gegen 19.15 Uhr unter einer seitlichen Stichstraße der Landstraße 3 zu einem Rohrbruch gekommen. „Geplatzt ist eine Transportleitung“, erklärte Wilfried Meuser, Bereichsleiter Rohrnetz beim Kreiswasserwerk Heinsberg. „Dadurch fiel der Druck im Netz zusammen, bis wir rund um die Schadensstelle alle Leitungen abgesperrt hatten. Danach normalisierte sich der Druck wieder – denn so lange, bis wir den Schaden behoben haben und wir die geplatzte Transportleitung wieder in Betrieb nehmen können, übernehmen andere Leitungen den Wassertransport.“

Betroffen vom ausbleibenden Leitungswasser war am Dienstagabend nach Angaben der Wegberger Feuerwehr der Bereich um Merbeck, Schwaam und Tetelrath. Ohne Strom war zusätzlich unter anderem die Innenstadt. Dazu erklärte Ralf Jacobs, Einsatzleiter und stellvertretender Leiter der Freiwilligen Feuerwehr von Wegberg: „Der Wasserrohrbruch hat Erdreich freigespült. Außerdem ist der Keller des nahegelegenen Umspannwerks etwa einen Meter mit Wasser vollgelaufen. Daraufhin musste die NEW die Stromversorgung abschalten.“ Erst nach und nach seien die betroffenen Ortschaften und die Straßenzüge in der Innenstadt wieder ans Netz gegangen, nachdem die Feuerwehr den Keller des Umspannwerks leergepumpt hatte.

Unter Wasser standen aber auch eine Garage, in der mehrere Fahrzeuge abgestellt waren, und zwei benachbarte Wohnhäuser. Dazu berichtete Ralf Jacobs: „Die Garage stand einen Meter unter Wasser, und in einem der beiden Wohnhäuser stand das Wasser 1,80 Meter im Keller.“ Mit 30 ehrenamtlichen Feuerwehrkräften des Löschzugs eins und der Löschgruppe Klinkum sorgte Jacobs bis in den späten Dienstagabend hinein dafür, dass das Wasser weggepumpt wurde.

In der Zwischenzeit war eine Tiefbaufirma mit Bagger und Kippern herbeigerufen worden, die um 21.30 Uhr damit begann, die Schadensstelle nahe der Landstraße zwischen Wegberg und Rickelrath aufzubaggern. Deren Aufgabe sei es nun, erklärt Jacobs, das Loch in der Versorgungsleitung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern zu lokalisieren und wieder zu verschließen. Die L 3 blieb für den Einsatz über mehrere Stunden gesperrt.

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