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Wegberg: Erster Mühlenmarkt in der Innenstadt

Gut von Besuchern angenommen : Premiere für Wegberger Mühlenmarkt

Nach monatelanger Vorbereitung fand die erste Auflage des Marktes statt – aufgrund der Coronakrise war das Angebot eingeschränkt.

Die Sicherheitsvorkehrungen, die die Stadt Wegberg aufgrund der Corona-Krise getroffen hatte, fielen den Besuchern des ersten Wegberger Mühlenmarktes direkt ins Auge: Ein halbes Dutzend Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowie ein Polizist waren da und achteten darauf, dass der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern beim Einkaufen bei den sechs Ausstellern eingehalten wurde. Nach monatelanger Vorbereitung durch die Projektgruppe Markt AG der Bürgerinitiative Wegberger Innenstadtentwicklung (BIWIE) zusammen mit der Stadt Wegberg war der erweiterte nachmittägliche Wochenmarkt mit erst einmal eingeschränktem Angebot an den Start gegangen.

Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, bei sonnigem Wetter an der frischen Luft einzukaufen. Wie sehr die regionalen Anbieter von Gemüse, Obst, Stauden, Kräuter- und Gemüsepflanzen, Ziegenkäse und Honig darauf bedacht waren, die Hygienevorschriften einzuhalten, zeigten Schilder an den Ständen, auf denen Aufforderungen zum notwendigen Abstandhalten aufgeführt waren. Auch Desinfektionsmittel waren an den Ständen Pflicht. Vor den Beschickern zeigten Kreidestriche die Entfernung, die es einzuhalten gab, an. Und entsprechend sorgten die Kunden im Wartebereich dafür, dass sie weit genug von anderen Wartenden wegstanden. Somit waren die Besucher auf dem Platz vor der Kirche St. Peter und Paul verteilt. Und ebenso ergab sich dieses Bild an den Ständen am Brunnen in der Innenstadt: Um den Weg für Durchgangsverkehr von Fußgängern und Radfahrern frei zu halten, standen hier die Kunden entlang der Geschäftslokale an, um einzeln an den Obst- und Gemüse- sowie Honigstand heranzutreten und die regionalen landwirtschaftlichen Produkte einzukaufen. Immer wieder wiesen sich die Besucher gegenseitig aufs Abstandhalten hin, wobei eine ruhige und entspannte Atmosphäre herrschte. Auch bei kurzen Gesprächen zwischen den Einkäufen standen alle weit voneinander entfernt. Das schöne Wetter mit viel Sonnenschein tat sein übriges dazu. Das zurückhaltende Treiben erinnerte so durchaus an frühere Zeiten, als der freitägliche Wochenmarkt viel besuchter Anziehungspunkt gewesen war. Ursprünglich war es auch die Idee der ehrenamtlichen Organisatorinnen Irene Adrians, Dorothea Kuecken, Gabi Peterek und Birgit Scholz gewesen, die Innenstadt zu beleben und die ansässigen Einzelhändler und Gastronomen mit einzubeziehen. Letztere mussten jetzt zum großen Teil ihre Geschäfte schließen, und der Markt wurde entsprechend anstatt bis 20 Uhr bis 18.30 Uhr durchgeführt.

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Wenigstens die teilnehmenden Händler hatten die Möglichkeit, ihre gut nachgefragte Ware zu verkaufen. Etwa an Bürgermeister Michael Stock: Er deckte sich mit Brot, Obst und Gemüse ein. „Wir finden das Engagement der Projektgruppe einfach gut und glauben, dass der Markt auch in Zeiten von Corona stattfinden sollte, da die Menschen alle sehr diszipliniert sind, sich an die Anordnungen halten und heute das schöne Wetter genießen.“ Er sprach den Organisatorinnen seinen herzlichen Dank für die Arbeit aus. Die Innenstadt zu beleben sei ja eines der Ziele, das die Stadt auch unterstützen wolle. Eine weitere Besucherin, die an den Ständen einkaufte, war Jennifer Tokarz. Sie fand den Wegberger Mühlenmarkt gut und fände es schön, wenn es mehr Marktstände wären. Die Uhrzeit sei günstig, um nach der Arbeit einkaufen zu können, fügte die junge Frau an. Auch gefiel ihr das Angebot wie frisches Obst von Anbietern der Region, das sie wichtig findet. Darauf, dass freitagmorgens von 8 bis 13 Uhr weiterhin die Fisch- sowie Wild- und Geflügelhändler an der Kirche stehen, wies die städtische Marktmeisterin Sabine Wilhelm hin.