Wegberg: Drei Chöre geben ein Weihnachtskonzert in Dalheim-Rödgen

Konzert in Dalheim-Rödgen : Besinnlich-fröhlicher Weihnachtsauftakt

Das 11. Adventskonzert in Dalheim-Rödgen lebte von gesanglichen Kontrasten und Geschichten mit verschiedenen Wirkungen. Es versetzte die Zuhörer in weihnachtliche Feststimmung.

Als langjähriger Leiter der Männerchöre „Liederkranz Wegberg“ und „Rather Dorfspatzen“, die seit einigen Jahren mit ihm zusammen proben und auftreten, kennt Helmut Misgaiski die Sängerschar gut. Entsprechend leicht fällt es ihm, für diese Formationen eigene Arrangements bekannter und weniger bekannte Weihnachtslieder zu erstellen und den Vorträgen so ihre ganz eigene Note zu verleihen. Einen Höhepunkt stellte dabei das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ dar, das die Männer zusammen mit Sopranistin Marita Stawinoga und dem Beecker Frauenchor „Donna Musica“ in individueller und abwechslungsreicher Weise vortrugen, wobei sich die Solistin mit strahlend klarer Stimme eindrucksvoll hervorhob.

Der Förderverein St. Rochus hatte zum 11. Adventskonzert die Musiker in die katholische Kirche St. Rochus eingeladen. Der Altarraum war mit einer grünen, blühenden Krippenlandschaft ausgestaltet: Ein großer Stall und stattliche Figuren stellten die weihnachtliche Geburtsszene Jesu dar. Mit Liedern und Geschichten nahmen alle Akteure darauf Bezug und versetzten die Zuhörer im voll besetzten Kirchenraum in weihnachtliche Feststimmung. Dabei zeigte das Eröffnungsstück „Machet die Tore weit“ auch das Motto „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch“ an: Hierbei begann Marita Stawinoga feierlich zur Klavierbegleitung, und der Gemeinschaftschor der Männer setzte später dazu tiefer und mehrstimmig ein.

Sehr stimmungsvoll ließen die Männerchöre ebenso „Weihnachtsglocken“ des deutschen Komponisten und Chorleiters Hermann Sonnet hören. Wohl dosiert in den Lautstärken intonierten sie unter anderem die wiederkehrende Zeile „Stille Nacht, heilge Nacht“, die der Autor kunstvoll in das Gesamtstück eingebettet hat. In verträumter Weise ließen die Männer später „Weihnachten bin ich zu Haus‘“ erklingen – einzelne Sänger trugen Textabschnitte zurückgenommen vor und erreichten so wie von weit her zum nuancierten Chorgesang die Zuhörer.

Als Kontrast zu diesen tieferen, sonoren Stimmen kamen die Frauen mit hellerem, fröhlichem Gesang daher. Der 18-köpfige Chor unter Leitung von Dorothee Eggerath hatte neben englischsprachigen Liedern drei Titel aus dem „Jesus-Oratorium – Das Licht leuchtet in der Finsternis“ des Komponisten Klaus Heizmann ausgewählt. Darin vermittelten sie lebhaft Kraft und Lebensfreude in „Worte sind Licht auf uns‘rem Weg“ und rissen auch in den gemeinschaftlichen Beiträgen sehr ausdrucksvoll mit. Dazwischen gaben kleine Geschichten Anlass dazu, sich über die Bedeutung mitfühlenden menschlichen Verhaltens und von Alltagsbegegnungen, die das Leben verändern, weiterführende Gedanken zu machen.