Wegberg: Den Bahnhof für die Zukunft fit machen

Umgestaltung in Wegberg geplant : Den Bahnhof für die Zukunft fit machen

Das Umfeld des Wegberger Bahnhofs wird demnächst deutlich aufgewertet. Dies soll in drei Schritten geschehen. Geplant ist auch eine moderne Mobilstation für Carsharing-Fahrzeuge. Die Stadt Wegberg stellt die Pläne vor.

Für den Bau von 25 Park-and-Ride Plätzen und 40 Bike-and-Ride-Plätze liegt der Stadt Wegberg bereits ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 435.900 Euro vor. Außerdem soll der Bahnsteig erneuert und durch eine Erhöhung an die Erfordernisse moderner Züge angepasst werden. Zusätzlich plant das regionale Verkehrsunternehmen west, eine Mobilstation für herkömmliche und elektrische Leihfahrräder  und Carsharing-Fahrzeuge am Wegberger Bahnhof einzurichten.

Über die Pläne zur Umgestaltung des Bahnhofs informierte Wegbergs Technischer Beigeordneter Frank Thies während der Sitzung des Bauausschusses im Wegberger Rathaus. Ziel des Projekts ist es, den heutigen Vorplatz zu einem einladenden Treffpunkt und zu einem verbindenden Element für die am Bahnhof befindlichen Verkehrsanlagen zu gestalten. Zum ersten Teil des Projekts zählt es, die Fläche zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem ehemaligen Toilettenhäuschen – beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz – optisch deutlich aufzuwerten. Deshalb sollen die beiden Gebäude hervorgehoben und die Außenfläche durch Bäume und Bänke attraktiver gestaltet werden. Vorstellbar ist nach Angaben von Frank Thies auch eine Außengastronomie.

Der entsprechende Zuwendungsbescheid des NVR (Nahverkehr Rheinland), welcher der Stadt Wegberg bereits vorliegt, soll den Bau von 25 Park-and-Ride- sowie 40 Bike-and-Ride-Stellplätzen am Bahnhof ermöglichen. „Die Höhe der Förderung beträgt insgesamt 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten“, erklärte Frank Thies. Die Bereitstellung des Zuwendungsbetrages ist wie folgt vorgesehen: 392.300 Euro im Haushaltsjahr 2020, 43.600 Euro im Haushaltsjahr 2021. Thies geht nach eigenen Angaben von einem zügigen Baubeginn aus.

Noch etwas länger dürfte es dauern, bis die DB Station & Service AG das Vorhaben umsetzt, den Bahnsteig zu erhöhen und damit auf die Erfordernisse moderner Züge anzupassen. Die Stadt Wegberg, die sich an den Kosten nicht beteiligen muss, hatte dazu bereits Ende 2018 eine positive Stellungnahme abgegeben. Die Bauarbeiten für Teil zwei der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds sollen im Jahr 2022 beginnen.

Die Aufwertung des Bahnhofsumfelds ist in drei Schritten geplant: Für Autos und Fahrräder werden neue Stellplätze gebaut (1). Außerdem soll der Bahnsteig erhöht (2) und eine Mobilstation für Leihfahrzeuge eingerichtet werden (3). Foto: Stadt Wegberg

Als neue Maßnahme stellte Frank Thies den dritten Teil vor: Das regionale Verkehrsunternehmen west plant, am Wegberger Bahnhof eine Mobilstation für Carsharing-Fahrzeuge sowie herkömmliche und elektrische Leihfahrräder zu errichten. Die Mobilstation soll entweder nah der geplanten Bike-and-Ride-Stellplätze oder alternativ in der Nähe des Kreisverkehrs an der Bahnhofstraße gebaut werden. Das dafür notwendige Geld stammt aus dem Sofortprogramm Rheinisches Revier. Die Stadt Wegberg hat das Projekt bereits im September 2019 gestattet, für den Förderantrag ist die west verantwortlich. Die Errichtung der Carsharing-Station ist nach dem Offenburg-Modell gedacht. Die Stadt Offenburg beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit dem Thema Mobilität der Zukunft. Das Thema besteht aus mehreren Bausteinen, in Netzwerktreffen und durch den Einbezug von Experten werden verschiedene Themen konzipiert: Carsharing, Radverkehr, Mobilitätsstationen, ÖPNV-Anbindung, Pedelecs und E-Bikes, Mitfahrsysteme, kommunale Fuhrparke, eine gemeinsame Marke, Fahrradverleihsysteme, einheitliches und anbieterübergreifendes Buchungssystem, Anbindung von Ortsteilen und Bürgerbus.