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Wegberg: Brand in Lackierhalle der Lederfabrik Heinen

Feuerwehr in Wegberg im Einsatz : Brand in Lackierhalle der Lederfabrik Heinen

Die Brandmeldeanlage hatte den Alarm am Samstagnachmittag ausgelöst. Eine zweite Drehleiter war erforderlich und wurde aus Erkelenz nach Wegberg gerufen. Gebrannt hat es auch in Oberbruch.

Ein Feuer brach am Samstagnachmittag, 27. November, in einer Lackiereinrichtung der Wegberger Lederfabrik Heinen aus. Der Alarm ging per Brandmeldeanlage gegen 14.08 Uhr bei der Leitstelle ein.

Eine Halle war beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits komplett verraucht, teilte Lena Graab, die Pressesprecherin der Feuerwehr der Stadt Wegberg, mit. Vor Ort war die Lage jedoch unklar, sodass vorsorglich eine Stichworterhöhung auf „Feuer 3“ erfolgten musste. Durch dieses Stichwort werden mehr Löschgruppen zum Einsatzort alarmiert. Notwendig wurde so auch eine überörtliche Hilfeleistung, denn die Feuerwehr der Stadt Erkelenz rückte mit ihrer Drehleiter aus, so dass neben der aus Wegberg eine weitere zur Verfügung stand. Wie die Feuerwehr Wegberg weiter erklärte, sei auch die Kreisbrandmeisterei an die Einsatzstelle gerufen worden, um sich ein Bild der Lage zu machen.

Insgesamt gingen drei Trupps unter Atemschutz im Innenangriff vor, um das Feuer zu löschen. Anschließend haben die Wehrleute die Halle belüftet, um sie rauchfrei zu bekommen. Im Anschluss kontrollierten die Wehrleute die Halle mit der Hilfe einer Wärmebildkamera die Örtlichkeit, um noch mögliche unentdeckte Brandnester zu finden.

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Nach etwa eineinhalb Stunden war der Einsatz für die 58 Einsatzkräfte beendet. Im Einsatz waren der Löschzug 1 Stadtmitte, die Löschgruppen aus Klinkum, Tüschenbroich, Moorshoven, die Drehleiter der Feuerwehr der Stadt Erkelenz, Hauptamtliche Wache, der A-Dienst, die Technische Einsatzleitung, Kreisbrandmeister Klaus Bodden, der Rettungsdienst und die Polizei.

Gebrannt hatte es am frühen Samstagmorgen gegen 3 Uhr auch in Oberbruch, wie die Feuerwehr mitteilte. Auf der Albert-Schweitzer-Straße war im Keller eines Mehrfamilienhauses aus unklarer Ursache ein Feuer ausgebrochen, es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Durch die ausgelösten Rauchmelder waren die 14 Bewohner zwar gewarnt worden, konnten wegen der starken Verrauchung im Treppenhaus ihre Wohnungen allerdings nicht mehr verlassen. Die Feuerwehr setzte tragbare Leitern sowie Drehleitern ein, um die Menschen zu retten. Vier Menschen mussten nach der Erstversorgung vor Ort zur weiteren Behandlung in eine Universitätsklinik sowie in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Geretteten wurden vor Ort betreut, sieben von ihnen mussten im Anschluss in einer Notunterkunft untergebracht werden.

Das Feuer bekamen die Wehrleute relativ schnell in den Griff, anschließend wurde der Kellerbereich entraucht und die Wohnungen gelüftet. Gegen 7 Uhr war der Einsatz beendet. Beteiligt waren auch Kräfte aus Hückelhoven zur Unterstützung der Heinsberger Feuerwehr.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.