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Wegberg: Behinderten-Wohnheim nach Wasserschaden nachts evakuiert

Nächtlicher Feuerwehreinsatz in Wegberg : Behinderten-Wohnheim nach Wasserschaden evakuiert

Nächtlicher Einsatz für die Feuerwehr in Wegberg: Ein Haus, in dem 15 Menschen mit Behinderung leben, wurde durch einen massiven Wasserschaden unbewohnbar.

Wegen eines Wasserschadens musste das Behindertenwohnheim an der Jakob-Hoogen-Straße in Wegberg in der Nacht zu Samstag, 30. Januar, evakuiert werden. Wegberger Feuerwehrleute brachten die 15 Bewohner des Gebäudes noch in der Nacht in eine andere Betreuungseinrichtung nach Erkelenz. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Kleine Ursache, große Wirkung: Die Heizungsanlage im dritten Obergeschoss des Gebäudes an der Jakob-Hoogen-Straße war undicht und sorgte für einen massiven Wasserschaden. „Das Wasser tropfe schon durch die Decke des ersten Obergeschosses. Die Einsatzkräfte ließen das Wasser absperren und stellten den Strom ab“, berichtet Feuerwehrsprecherin Lena Graab. Die Wegberger Feuerwehr war um 2.19 Uhr alarmiert worden. Zunächst wurden alle Bewohner aus dem Gebäude gebracht.

Da das Wasser bereits durch das gesamte Gebäude gezogen war und Teile der Deckenverkleidung und Lampen herunterfielen, wurde schnell klar, dass das Haus vorerst nicht mehr zu bewohnen ist. Die Wegberger Feuerwehr forderte den Betreuungsbus des Kreises Heinsberg und vorsorglich einen Rettungswagen an. Zunächst hieß es, dass die 15 Bewohner in der Mensa des Wegberger Schulzentrums übernachten sollten, die für solche Notfälle vorgesehen ist. Allerdings entschied die Heimleitung, die Bewohner in Erkelenz unterzubringen, da sich dort an der Ostpromenade eine weitere Einrichtung der Trägerschaft befindet.

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Im Konvoi wurden die Bewohner mit dem Betreuungsbus, einem Rettungswagen und weiteren Fahrzeugen nach Erkelenz gebracht. Dort hatten die Mitarbeiter der Leitstelle bereits den sogenannten Abrollbehälter Infrastruktur der Feuerwehr zur Einsatzstelle gebracht. In diesem Container sind etliche Materialien für Notfälle wie Feldbetten, Decken, Bettwäsche und Zahnbürsten gelagert. „Durch die Feuerwehr Wegberg wurden dann in Erkelenz Feldbetten aufgebaut“, berichtet Lena Graab.

Im Laufe des Samstags sollten die Bewohner auf andere Einrichtungen verteilt werden, da das Haus in Wegberg saniert werden muss und mehrere Wochen lang nicht bewohnbar sein wird.

Wegbergs Feuerwehrchef Dietmar Gisbertz lobte nach dem nicht alltäglichen Einsatz die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Die Heimleitung habe die Einsatzkräfte gut unterstützt und sei bestens auf den Notfall vorbereitet gewesen, habe beispielsweise sofort Medikamentenlisten für die betroffenen Bewohner vorgelegt. Außerdem seien noch in der Einsatznacht vier Pflegekräfte aus Wegberg nach Erkelenz gefahren und hätten sich hervorragend um die Betroffenen, für die der Notfall belastend gewesen sei, gekümmert. 25 Menschen von Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz, der am Samstagmorgen gegen 6 Uhr beendet war.