Wegberg-Beeck: Pape macht Zirkus erfolgreich am Gut Haus Beeck

Auf Rittergut Haus Beeck : Kreative Zirkuswelt im Spiegelzelt

Einfallsreichtum und Können der Akteure aus aller Welt schienen bei der zweiten Runde von „Pape macht Zirkus“ grenzenlos. Die Atmosphäre am Gut Haus Beeck war außergewöhnlich.

Der Aufwand der Helfer, die seit Sonntagnacht das beeindruckende Spiegelzelt aus Holz und alles weitere aufbauten, hatte sich gelohnt. Auf einem langen, roten Teppich gelangten die Premieren-Besucher entlang nostalgischer Food Trucks zum zentral gelegenen Veranstaltungsort. Dabei schuf die Kulisse des historischen, von Lichtern angestrahlten Rittergutes Haus Beeck eine einmalig schöne Atmosphäre. Die außergewöhnliche Stimmung, die das Publikum bei den kreativen und witzigen Beiträgen bei der zweiten Runde von „Pape macht Zirkus“ erlebten, setzte sich somit in passender Weise auch außerhalb des großen Zeltes fort.

Gastgeber und Humorist Christian Pape, der einfallsreich und gewitzt moderierte, fand es toll, dass alle bei ihm zu Hause im Garten waren. Er hatte viele Künstler von seiner Idee begeistert, und alle hatten ihm zusagt. Dabei stand der familiäre Gedanke ganz weit vorne: Ehefrau Silvia hatte alle Aufbauhelfer bekocht, die kölsche Legende Hans Süper geweckt, diesem Frühstück gemacht und seine Hosen gebügelt. Dazu hatte Tochter Amelie „mit Fingerfarben das Glas“ im Zelt bemalt – die rundherum angeordneten bunten Glasflächen sorgten neben Spiegeln, rotem Samt am Zelthimmel, Eichenparkett und Lichtermeer für ein faszinierendes Ambiente. Die Künstler flogen aus der ganzen Welt her, betonte Christian Pape, aus Moskau, Vietnam und Köln-Sülz. „Den Geist, den wir im letzten Jahr geweckt haben, wollen wir heute mit euch fortführen.“ In dem erstklassigen und äußerst vielfältigen Programm schienen Einfallsreichtum und Können der Akteure grenzenlos. Sie wurden dem Anspruch Papes, sehr gut und innovativ zu sein und in der Zusammenstellung einmalig, durchaus gerecht. Dabei hatten sich viele bereits einen internationalen Namen gemacht. So heimsten „The Funky Monkeys“ bereits einen Silbernen Junior-Clown beim weltberühmten Zirkusfestival in Monte Carlo ein. Das Trio zeigte temperamentvolle Akrobatik mit Comedy am Chinesischen Mast. Herzhafte Lachsalven rief später der russische Clown Andrey Jigalov hervor, der sich mit seinem Partner ausgelassen neckische Gefechte lieferte und den Spaß am Unfug und der Schadenfreude ungeahnt steigerte. Ein erster großer Höhepunkt wurde mit dem Auftritt der kölschen Legende Hans Süper erreicht, bei dem sich das Publikum spontan von seinen Plätzen erhob. Dieses tolle Gefühl der Anerkennung habe er schon einmal bei einem Auftritt gehabt, erwiderte dieser, bis er merkte, dass es im Saal gar keine Stühle gab. In trockener Art bewies er auch mit bekannten Liedern warmherzigen Humor und unterhielt mit einer Mischung aus Erzählstunde und Liederabend bestens.

Nach dem urkomischen Akrobaten Jonathan Burns, Sänger und Gitarristen Björn Heuser, Diabolo-Virtuosen Phil Os oder Bauchredner Willer Nicolodi, der Puppen und Publikum tanzen ließ, sowie den armenischen Verwandlungskünstlern Sos und Victoria eroberte sich Entertainer Guildo Horn singend und trommelnd die Bühne. Mit Schlagern und Rockmelodien schuf er schließlich ein mitreißendes Gemeinschaftsgefühl aus Gesang, Begleitmusik und großem Publikumschor, das sich in einem Meer aus Lichtern voll entfaltete.

Mehr von RP ONLINE