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Wegberg: Viel Applaus für das Collegium Musicum

Wegberg : Viel Applaus für das Collegium Musicum

Das Orchester der Anton-Heinen-Volkshochschule stimmt die Zuhörer auf das noch junge Jahr ein.

Als alljährliche kulturelle Familienveranstaltung der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg bezeichnete eingangs Fachbereichsleiter Ingo Rümke das Konzert in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt. VHS-Leiter Franz-Josef Dahlmanns, weitere Ehrengäste und viele Zuhörer waren gekommen, um das Spiel des Orchesters Collegium Musicum unter Leitung von Ernest Frissen mitzuerleben. Eine Einstimmung auf das noch junge Jahr mit viel Musik.

Ingo Rümke machte eine Verbindung zwischen dem Pfarrer Anton Heinen, der seine letzten Lebensjahre bis 1934 in Rickelrath verbrachte, dessen Bildungsauftrag, der VHS und dem Konzert von Collegium Musicum deutlich. Heinens damals schon moderner Ansatz, der selbststrukturiertes Lernen beinhaltete, finde sich bei der VHS wieder, sagte er. "Ihm war es bei der Bildung auch wichtig, dass der ländliche Bereich einbezogen wird."

Kulturelles Lernen und Praktizieren waren ihm wichtig: An diesem frühen Abend könne ebenso das Publikum durch Ernest Frissens Erläuterungen Erkenntnisse gewinnen und Laien kämen zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Einen authentischen, kunstvollen Rahmen bildete dabei der Kirchenraum - zwischen Barockaltar und Kanzel führten die rund drei Dutzend Instrumentalisten Werke aus vorherigen Zeiten auf. Dabei gesellten sich zu den klanglich dichten Vorträgen der Streicher die Bläser und sorgten Pauke oder punktuell ein Keyboard für akustische Vielfalt und beeindruckende Klangstärke. Mehrere Solisten brachten sich dazu mit geübtem Spiel in einzelnen Stücken und Werken ein. So waren es im "Concerto Grosso Nr. 14 e-Moll" von Georg Friedrich Händel Berit Menzel und Richard Walter (Violine) sowie Charly Bechholz (Basso Continuo) und Christoph Menzel (Cembalo).

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Vor dem Orchester stehend übertrafen sich im Anschluss Britta Menzel (Violine) und Jeroen Veerman (Bratsche) im Andante der "Sinfonia concertante Es-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart musikalisch. Sie spürten sowohl den kräftiger angestimmten als auch leisen Noten mit sehr viel Feingefühl nach. Ebenso wie Mozart die Sinfonie in sehr jungen Jahren komponierte, war Giacomo Rossini 24 Jahre alt, als er die Ouvertüre zur Oper "Der Barbier von Sevilla" schrieb, die die Musiker sehr schwungvoll präsentierten. 16-jährig war Franz Schubert gewesen, als die "Sinfonie Nr. 1 D-Dur" entstand. "Man hört in der Sinfonie, dass er gerne sang", bemerkte Ernest Frissen.

Dem Orchester in Rickelrath gelang erneut eine beeindruckende Umsetzung. Ebenso konnte es mit dem vielseitig gestalteten Vorspiel zur Märchenoper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck oder mit einem Stück aus Georges Bizets "Suite Nr. 1 L'Arlesienne" das jeweils viel Applaus spendende Publikum überzeugen. Passend zum neuen Jahr gab das "Collegium Musicum" diesem den "Persischen Marsch" von Johann Strauß als Zugabe mit auf den Heimweg.

(RP)