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Wegberg: Unbefristete Stelle für Flüchtlingshelfer

Wegberg : Unbefristete Stelle für Flüchtlingshelfer

Der Aufgabenkreis des Flüchtlingshelfers wird ab 2018 um die Aufgaben eines Integrationsbeauftragten erweitert.

Im Stellenplan 2018 der Stadt soll die Stelle eines Integrationsbeauftragten und Flüchtlingshelfers unbefristet eingerichtet werden. Das hat der Ausschuss für Personal und Personalentwicklung einstimmig beschlossen.

Bisher war die Stelle des Flüchtlingshelfers in Wegberg auf zwei Jahre befristet. Der laufende Vertrag endet zum 31. Dezember 2017. Der Aufgabenkreis des Flüchtlingshelfers wird um die Aufgaben eines Integrationsbeauftragten erweitert.

Zwar haben sich die Zuweisungszahlen aufgrund der aktuellen Entwicklung mit weniger Migranten und Anrechnung der Plätze der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Petersholz deutlich verringert, erklärt die Stadtverwaltung. Allerdings seien die Probleme, die der Flüchtlingshelfer in Wegberg zu betreuen hat, intensiver und anspruchsvoller geworden. Insbesondere die Begleitung in andere soziale Leistungssysteme (vorwiegend Unterstützungsleistungen bei der Beantragung von SGB II-Leistungen) und die Begleitung in eigenen Wohnraum oder zur freiwilligen Ausreise nehmen sehr viel Zeit in Anspruch, heißt es. Aus diesen Gründen werde der Stelleninhaber der Stelle "Streetwork" weiter mit 0,23 Stellenanteilen (rund 9 Wochenstunden) im Bereich der Sozialarbeit für Asylbewerber geführt.

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Die Funktion des Integrationsbeauftragten ist nach Angaben der Verwaltung derzeit unbesetzt. Integration bedeute eine organisatorische, aber auch eine humanitäre Herausforderung. Der Kommune komme dabei die Rolle des Motivators, Mediators und Managers zu. Die Kommune müsse die Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, ihre Werte den Neuankömmlingen zu vermitteln und sie in ihre Gemeinschaft aufzunehmen. Neubürger dürften nicht als Belastung, sondern als Potenzial wahrgenommen werden, heißt es. Dies könne nur mit entsprechender professioneller Begleitung gelingen und auch nicht ausschließlich auf den bisherigen Personenkreis beschränkt bleiben. Ein Integrationsbeauftragter soll nach Auffassung der Stadtverwaltung auch als Ansprechpartner für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Integrationsproblemen zur Verfügung stehen.

Im Personalausschuss wurde die einstimmige Entscheidung, eine unbefristete Stelle für einen Flüchtlingshelfer/Integrationsbeauftragten einzurichten, fraktionsübergreifend begrüßt.

(RP)