Wegberg: Tür zur Zukunft geöffnet

Wegberg: Tür zur Zukunft geöffnet

Erstmals beteiligte sich der Förderverein der Merbecker Grundschule am lebendigen Adventskalender. Die Anwesenden sangen, schmückten den Weihnachtsbaum mit den Kindern und lasen vor.

Den Mitgliedern des Fördervereins der Merbecker Grundschule war es beim erstmaligen Organisieren einer Station des traditionellen lebendigen Adventskalenders im Ort wichtig gewesen, dass sich die Kinder mit einer Aktion beteiligen konnten. Dies erzählte die Verantwortliche Steffi Botz während der halbstündigen besinnlichen Zusammenkunft in und vor der Kirche "St. Maternus", an der mehrere Dutzend Kinder und Eltern teilnahmen.

Alle sangen zur Gitarrenbegleitung von Hendrik Botz Lieder wie "In der Weihnachtsbäckerei", "O Tannenbaum", "Leise rieselt der Schnee" oder "Stille Nacht" und stimmten sich so auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Voller Stolz befestigten die Grundschüler im Laufe des Treffens ihre zuvor in der Schule mit Eltern gebastelten, schön verzierten Sterne und dekorativen Tontöpfe als Glocken. Weihnachtlicher Schmuck, der den vorher eher kahl wirkenden Baum zusammen mit einer Lichterkette vor der Kirchentür schön zur Geltung brachte.

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Welch große Wirkung auch kleine Wesen mit ihren Taten erzeugen können, brachte Fördervereins-Mitglied Peter Brenner den jungen und älteren Anwesenden mit der ausgewählten Geschichte "Melvin war ein Engel" durch Vorlesen berührend näher. Darin fristete der kleine Vertreter der geflügelten Schar zunächst ein eher unbedeutendes Dasein im Hintergrund. Anstatt mit Eimer und Besen Stäubchen aufzufegen, wäre er lieber Sternputzer oder Wolkenschrubber geworden. Sein Traum geht später mit der Zuweisung eines kleinen matten Sterns durch den Engel vom Dienst an ihn in Erfüllung. Melvin bringt den Himmelskörper im Laufe der Jahrtausende zum Glänzen, und der Stern strahlt schließlich durch ein dunkles Wolkenloch auf die Stadt Bethlehem hinunter.

"Insgesamt rund 14 Vereine und Privatpersonen beteiligen sich mit dem Singen von Liedern und Vorlesen von Geschichten am lebendigen Adventskalender", erläuterte Steffi Botz, darunter auch die Kommunionkinder oder Privatpersonen. "Jetzt sind wir verpflichtet, die Figuren von Maria und Josef, die hier aufgestellt sind, an die nächste Station weiterzugeben." Mit der Station der offenen Tür wolle der Förderverein der Schule dazu beitragen, dass diese erhalten werde, ergänzte Erster Vorsitzender Stefan Wanninger, "wir sind jetzt aus der Diskussion der Schulschließung herausgekommen, wollen nach vorne schauen und genügend Kinder in die Schule bekommen." Eine Idee für die Zukunft. Auf dem Schulgelände seien die Container inzwischen abgeholt, und der Verein habe zusammen mit den Einnahmen aus einem Sponsorenlauf der Schüler und finanzieller Unterstützung durch den Thomas-Morus-Förderkreis in Zusammenarbeit mit der Stadt Spielgeräte angeschafft. Mit Liedern und gemütlichem Plausch bei Kinderpunsch, Glühwein und gespendeten Plätzchen ließen alle Teilnehmer den frühen Abend ausklingen.

(cole)