Wegberg: Streithähne Trump und Putin krähen mit

Wegberg: Streithähne Trump und Putin krähen mit

Die "Geflügelliebhaber Merbeck" organisieren erneut das in der Region einmalige Hähnewettkrähen. Unter den 60 tierischen Kandidaten befinden sich zwei sehr agile Fundtiere. Deren starke Charaktere brachten besondere Namen.

Der stattliche Hahn der Rasse "Orpington" von Alexander Klein verhielt sich während des Besuchs zum Pressegespräch noch ruhig. Das wird sich beim anstehenden Hähnewettkrähen am Sonntag voraussichtlich ändern: Dann steht er in der Großhuhnklasse starker männlicher Konkurrenz gegenüber, die ihn naturgemäß zu kräftigen Krährufen animieren wird.

Rund 60 Hähne zweier Größenklassen wetteifern an dem Morgen um die höchste Anzahl an Rufen. Es sind so viele tierische Kandidaten wie nie zuvor bei den in der Region einmaligen Hähnekräh-Wettbewerben um den Flachsland-Cup, den die "Geflügelliebhaber Merbeck" organisieren. Dabei sind Kükenbörse und Kleintiermarkt angeschlossen. Wie die inzwischen einjährigen Hähne Trump und Putin zu ihren Namen kamen, erzählten die Vereinsmitglieder: Alexander Klein, Betreuer der Jugendgruppe, Zuchtwart und Veranstaltungsleiter am Pfingstsonntag, Julius Roemer aus der Jugendabteilung und Kassiererin Walburga Stahl. So waren die beiden als Junghähne im Vorgarten des Erlebnisbauernhofes "Böscherhof" in Venheyde nach der Grenzlandschau "Land un Höhner" im vergangenen Jahr ausgesetzt worden. Die Zwei brachten reges Streithahnpotenzial mit, so dass Enkel Lukas sie spontan nach dem amerikanischen und russischen Machthaber benannte. Welches Tier wie viele Krährufe ausstoßen wird, werden 15 Rufrichter festhalten. Diese gehören zum Merbecker Königshaus, Merbecker Trommlerkorps und zur Bruderschaft. Welche Tiere im Einzelnen bei Kükenbörse und Kleintiermarkt vertreten sind, beschrieb Alexander Klein. So werden Küken von Hühnern, Enten und Fasanen vertreten sein. Und beim jungen Rassegeflügel sind unter anderem die Rassen "Welsumer", "New Hampshire" oder "Zwergseidenhuhn" dabei, zudem wird es die Junghennen in verschiedenen Farben geben. Somit werden sowohl Tierfreunde, die selber die Küken großziehen wollen, als auch Halter von kleinen und größeren (Jung-) Tiergruppen geeignete neue Stallbewohner finden. Ausführliche Beratungen der Mitglieder gehören traditionell zu den Veranstaltungen dazu, wobei die Mitwirkung von Jugendlichen im Verein groß ist. Einen beträchtlichen Zuchterfolg hat beispielsweise der Jugendliche Julius Roemer vorzuweisen. Unter dem wachsamen Auge von Alexander Klein hat er über 20 junge "Sussex"-Hühner im Flächenbrüter ausgebrütet. Dieses Geflügel mit dem Farbschlag Weiß-Schwarz-Columbia zieht er jetzt auf, um sie bei der Grenzlandschau "Land un Höhner" am Samstag und Sonntag, 27. und 28. Oktober auf dem "Böscherhof" auszustellen. Vor zwei Jahren hatte er dort zum ersten Mal erfolgreich teilgenommen. Beispielhaft leistet er so mit Züchtung und Tierhaltung einen Beitrag zur Gen-Erhaltung, die für den Verein die größte Leistung darstellt.

(cole)