Stadt Wegberg lässt Zaun gegen Störer im Schulzentrum errichten

Schutzmaßnahme kostet 17.000 Euro : Stadt lässt Zaun gegen Störer bauen

Ein 92 Meter langer Zaun soll Vandalismusschäden im Schulzentrum Wegberg verhindern und den Zugang kontrollierbar machen.

Um Vandalismus zu verhindern, wird in den nächsten Tagen am Wegberger Schulzentrum (Markusstraße) ein 92 Meter langer Zaun errichtet. Der Stabgitterzaun soll 2,10 Meter hoch sein. Die Stadt Wegberg hofft, dass Störern dadurch eine Zugangs- und Fluchtmöglichkeit genommen wird und sich die Situation entspannt.

Sechs zerstörte Lichtkuppeln an den Schulgebäuden, 60 eingeschlagene Fensterscheiben, abgerissene Regenrohre, Glasscherben im Sand und mutwillig beschädigte Spielgeräte, Blitzableiter und Dachaufbauten: Im Wegberger Schulzentrum kam es in der Vergangenheit immer wieder zu massiven Sachbeschädigungen durch Unbekannte. Wände und Türen wurden mit Farbe beschmiert, Sitzbänke beschädigt und Müll über die Schulhöfe verteilt. Die Schadenssumme liegt nach Auskunft der Stadtverwaltung im mittleren fünfstelligen Bereich.

Vor allem während der Sommerferien, wenn das Gelände weitgehend verwaist war, kam es immer wieder zu Sachbeschädigungen. Im Jahr 2018 sah sich die Verwaltung zu einem drastischen Schritt gezwungen: Sie ließ das komplette Schul- und Sportzentrum einzäunen und einen Sicherheitsdienst über das Gelände patrouillieren. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Bis auf eine einzige Farbschmiererei gab es in der Ferienzeit keine neuen Sachbeschädigungen. Am Ende der Sommerferien wurde der Zaun wieder abgebaut. Die Stadtverwaltung lehnte eine dauerhafte komplette Einzäunung des Schulgeländes als unverhältnismäßig ab.

Der 92 Meter lange Zaun, der am Mittwoch und Donnerstag, 17. und 18. Juli, an der Markusstraße errichtet wird, soll als „erste Maßnahme“ den Zugang zum Schul- und Sportzentrum von dieser Seite aus kontrollierbar machen. Die Kosten für die Errichtung des Zauns beziffert die Stadtverwaltung auf 17.000 Euro. An der Zufahrt zur Mensa, nahe der Kindertagesstätte „Pusteblume“ wird ein doppelflügeliges Tor errichtet. Ein weiteres Tor soll am Treppenaufgang an der Hauptschule nahe der Garage den Durchgang möglich machen. Diese Zugänge sollen abends verschlossen und morgens wieder zugänglich gemacht werden.

Die nächste Sicherheitskonferenz ist für September anberaumt. Dann soll darüber gesprochen werden, ob der neue Zaun dazu beiträgt, dass sich die Situation im Schulzentrum beruhigt. Die Verwaltung möchte die Situation rund um das Schulzentrum stufenweise verbessern. Sollte sich die Lage nicht verbessern, wird im zuständigen Fachausschuss über weitere Maßnahmen zu beraten sein, kündigt Bürgermeister Michael Stock an.

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