Spielplätze: Qualität vor Quantität

Stadt Wegberg legt Spielplatz-Konzept vor : Spielplätze: Qualität vor Quantität

Die Stadt Wegberg konkretisiert ihr Konzept für die Spielplätze. Von derzeit 48 Standorten werden acht zur Schließung freigegeben. Die Flächen im Stadtpark, In der Heide und an der Beecker Schule werden zu Zentral-Spielplätzen.

Weniger Spielplätze, diese dafür aber in höherer Qualität - das ist im Grundsatz das Konzept, das die Stadt Wegberg seit einiger Zeit verfolgt. Als gelungene Beispiele, die teils auch mit kräftiger Unterstützung einer engagierten Nachbarschaft umgesetzt wurden, nannte Bauhofleiter Ingmar Pape während der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Integration und Soziales am Dienstagabend im Wegberger Rathaus die Spielplätze am Gierenfeld und an der Lindenstraße in Wegberg sowie am Burghofweg in Arsbeck, der - ebenfalls mit Unterstützung der Anwohner - in den vergangenen Monaten nahezu komplett umgebaut worden ist.

Die Präsentation des Bauhofchefs kommt nicht von Ungefähr: Vor allem in den sozialen Medien wird der Stadt Wegberg immer wieder vorgeworfen, dass sie die vorhandenen Spielplätze im Stadtgebiet nicht ausreichend pflegt, wie beispielsweise im Fall des Spielplatzes am Grenzlandring in Beeck. "Wir haben eine Reihe von Spielplätzen in Wegberg, die sich im interkommunalen Vergleich durchaus zeigen können", sagte Ingmar Pape im Wegberger Rathaus. Ein Beispiel dafür sei der Spielplatz im Gierenfeld. Dort wurden zuletzt eine neue Schaukel und ein neuer Sandkasten errichtet, die Kletterwand versetzt und neues Fallschutzmaterial eingebaut. "Die Nachbarschaft hat einen Rutschturm gespendet und sich nicht nur beim Aktionstag sehr stark eingebracht. Dafür unseren herzlichen Dank", sagte Pape. Die gelungene Sanierung des Spielplatzes am Gierenfeld soll in den nächsten Wochen mit einem kleinen Fest gefeiert werden. Auch am Burghofweg in Arsbeck hat sich die Nachbarschaft eingebracht.

Schon seit einigen Jahren ist die Stadt Wegberg dabei, die Zahl der Spielplätze - ursprünglich waren es 55 - zu reduzieren, weil einige Flächen kaum noch genutzt werden, aber Pflege- und Reparaturarbeiten notwendig machen. Sieben Spielplätze wurden bislang aufgegeben. Zurzeit verfügt die Stadt über 37 öffentliche Spielplatzstandorte, 18 im Innenring und 19 in den Ortslagen außerhalb des Grenzlandrings. Hinzu kommen weitere elf Spielplätze: drei der städtischen Kindergärten, die öffentlich nicht zugänglich sind, sowie acht Schul-Spielplätze, von denen zwei ebenfalls öffentlich nicht zugänglich sind. "Diese elf Spielplätze sind wegen der Kombinutzung Kita/Schule/Nachmittagsbereich nicht in Frage zu stellen", erklärte Thomas Zybell von der Stadtverwaltung.

Von den zurzeit 37 öffentlichen Spielplatzstandorten hält die Verwaltung acht für verzichtbar: Die Spielflächen am Bachmannsgraben, Sandbirkenweg und Forst in Wegberg, am Ring in Beeck, Im End in Arsbeck und Talstraße in Merbeck stehen auf der Streichliste und könnten aufgegeben werden. Wenn der geplante Spielplatz am Rhyter Weg in Harbeck errichtet ist, sollen die beiden Spielplätze am Kringskamp und Netteweg wegfallen. Auch wenn sie künftig nicht mehr als Spielplätze dienen, sollen die Flächen nach Möglichkeit für das Gemeinwohl erhalten werden. Bereits fest steht, dass die beiden Spielplätze in Schwaam und am Feuerwehrgerätehaus in Moorshoven aufgegeben werden. In Schwaam beantragte die Dorfgemeinschaft die Umgestaltung der wenig frequentierten Spielfläche in einen Platz mit Ziersträuchern und einem Insektenhotel. In Moorshoven dient die heutige Spielfläche der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses.

Die übrigen Spielplätze im gesamten Stadtgebiet sollen nach Möglichkeit zielgerichtet besser und attraktiver ausgestattet werden. Drei Standorte sollen dabei als Zentral-Spielplätze eine besondere Bedeutung bekommen: der Spielplatz im Stadtpark (Burgweiher/Feuerwache), die Spielfläche In der Heide und der Spielplatz an der Grundschule in Beeck.

Der Ausschuss stimmte dem geplanten Vorgehen der Verwaltung einstimmig zu.

(hec)