Skat: Hati Hati Wegberg Beeck steigt in 1. Bundesliga auf

Aufstieg in 1. Skat-Bundesliga : Hati Hati Wegberg Beeck reizt erstklassig

In Grefrath gelang den Skatspielern von Hati Hati Wegberg am letzten Spieltag der ganz große Coup: der erstmalige Aufstieg in die 1. Bundesliga. Es ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

„Hati“ ist Indonesisch und bedeutet „Gefahr“. „Hati-Hati“ ist davon die Steigerung, bedeutet also so viel wie „Achtung, große Gefahr“. Genau die waren die Skatspieler von Hati Hati Wegberg Beeck in der am Wochenende zu Ende gegangenen Saison in der 2. Skat-Herren-Bundesliga West. Denn in Grefrath feierten Kapitän Marcel Wilms, Roland Bünten, Frank Eich, Jürgen Steiner und Stefan Meyers (zum Team gehörte in der Saison zudem noch Walter Dohmen) den größten Erfolg der Vereinsgeschichte: Erstmals stiegen die Wegberger in die 1. Bundesliga auf – Hati Hati machte seinem Namen also alle Ehre.

Den Coup machte das Quintett in einem dramatischen Finish perfekt. Vor diesem fünften und letzten Spieltag lagen die Wegberger einen Wertungspunkt hinter Tabellenführer SSV Ems Vichte Nordhorn und Pik As Recklinghausen. Zur Erklärung: Neun Wertungspunkte werden an jedem Spieltag vergeben, drei Listen werden jeweils gespielt. Für einen Listensieg gibt es 3:0 Punkte, der Zweite bekommt 2:1 Punkte, der Dritte 1:2 Punkte und der Vierte 0:3 Punkte. Nordhorn und Recklinghausen hatten vor diesem Spieltag 24:12 Punkte, Wegberg 23:13.

Während Nordhorn nach dem 0:3 in der zweiten Serie praktisch aus dem Rennen war, schenkten sich Wegberg und Recklinghausen im Grefrather Fernduell (ein direktes Aufeinandertreffen gab’s da nicht) nichts: Recklinghausen holte mit 8:1 fast die Optimalausbeute. Womit klar war, dass Hati Hati nur ein 9:0 helfen würde – nur der Erste stieg auf. Und genau das gelang dem Quintett in den drei Listen gegen Alle Asse Bünde (Bielefeld), Mit Vieren Dietzenbach (Frankfurt) und Ohne Elf La Calamine (Ostbelgien).

Nach Wertungspunkten waren die Kontrahenten also gleich – jeweils 32:13. Das quasi bessere Torverhältnis, sprich die Spielpunkte, gab dann zugunsten der Wegberger den Ausschlag: Hier hatte Hati Hati in der Gesamttabelle im 16er-Feld mit 59.062 gut 1000 Punkte mehr als Recklinghausen (57.934) – der Aufstieg war damit perfekt.

„Das ist einfach wunderbar. Unser Ziel war schon der Aufstieg, nachdem wir die gesamte Saison oben dran waren“, erklärt Teamchef Marcel Wilms – und zeigt bei aller Freude auch ein wenig Mitgefühl für Recklinghausen: „Schon krass, mit einem 8:1 am letzten Spieltag nicht aufzusteigen. Bei uns hat aber einfach auch alles gepasst. Es war ein eindeutiger Sieg der Mannschaft, nicht eines Einzelnen.“ Zwei Dinge seien für den Erfolg grundsätzlich maßgeblich gewesen: „Das Vertrauen ins eigene Können, gepaart mit der nötigen Lockerheit.“

Zwei Dinge seien für den Erfolg grundsätzlich maßgeblich gewesen, erklärt Hati-Hati-Teamchef Marcel Wilms: „Das Vertrauen ins eigene Können, gepaart mit der nötigen Lockerheit.“. Foto: dpa

Und eines macht ihn besonders stolz: „Wir haben den Aufstieg ohne Legionäre geschafft, sind eine echte Mannschaft. Daran wird sich auch in der 1. Bundesliga nichts ändern. Es kann zwar sein, dass ein früherer Spieler zurückkommt, doch irgendwelche Legionäre werden wir nicht verpflichten. Das hat es bei Hati Hati noch nie gegeben – und wird’s auch in Zukunft nicht.“ Zur Vervollständigung: Der SC 1979 Myhl, ebenfalls in der 2. Bundesliga West aktiv, beendete die Saison mit 22:23 Wertungspunkten auf Rang sieben.

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