Wegberg: Schulzentrum: Unbekannte zerstören Lichtkuppeln

Wegberg : Schulzentrum: Unbekannte zerstören Lichtkuppeln

Von erheblichen Beschädigungen im Schulzentrum berichtete Erste Beigeordnete Christine Karneth während der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Integration und Soziales am Dienstagabend im Wegberger Rathaus.

Alleine am vergangenen Wochenende seien sechs Lichtkuppeln auf dem Dach des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums und der Schule am Grenzlandring (Hauptschule) eingeschlagen worden. Außerdem wurden Türen und Fenster beschädigt. "Immer wieder kommt es durch Jugendliche auf den Dächern zu Beschädigungen an den Blitzableitern oder Dachaufbauten", erklärte Christine Karneth.

Es handele sich keinesfalls um Bagatellschäden, stellte die Erste Beigeordnete klar. "Diese Vandalismusschäden haben eine Qualität, die ich so noch nicht erlebt habe", sagte sie. Um die Schäden beseitigen zu können, müsse viel Personal eingesetzt werden, was besonders im Fachbereich Gebäudewirtschaft viele Kapazitäten binde. Ein Ärgernis für die Stadt sind auch die häufig vorkommenden Besprühungen von Wänden, Türen und Fenstern mit Farbe, die "wegen der naiven künstlerischen Gestaltung keinesfalls mit Graffiti zu bezeichnen sind", sagte Karneth. Die Tätersuche sei schwierig und selten würden Täter verurteilt. Über die Besprühungen mit Farbe werde kein Verzeichnis geführt, die Schwerpunkte sind der Verwaltung jedoch bekannt. Bei jugendgefährdenden Inhalten oder persönlichen Beleidigungen werden die Besprühungen grundsätzlich kurzfristig entfernt. "Dies ist wegen der entstehenden Kosten leider nicht immer sofort möglich", sagte Karneth. Neben den Besprühungen seien auch andere Zerstörungen und Vermüllungen im Schulzentrum zu beobachten.

Öffentliche Einrichtungen und Gebäude sind häufig Ziel von Straftaten. Alleine im Jahr 2017 gab es insgesamt 13 Einbrüche in Gebäude des Wegberger Schulzentrums: In die Erich Kästner Schule wurde fünfmal eingebrochen, in die Schule am Grenzlandring (Hauptschule) viermal, ins Maximilian-Kolbe-Gymnasium dreimal und ins Grenzlandringbad einmal. 2018 gab es bislang keinen Einbruch in Gebäude des Schulzentrums. Bei der Stadtverwaltung vermutet man, dass dies wahrscheinlich auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass Täter gefasst wurden und derzeit entsprechende Gerichtsverfahren laufen.

Im Fall der sechs zerstörten Lichtkuppeln auf dem Dach des Gymnasiums und der Schule am Grenzlandring wurden Beobachtungen gemacht. Demnach soll es sich bei den mutmaßlichen Tätern um junge Erwachsene handeln, die mit einem Fahrzeug mit Mönchengladbacher Kennzeichen (MG) unterwegs waren, hieß es während der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Integration und Soziales.

(hec)