Schule am Grenzland Wegberg gestaltet Wand

Angemalt : Regenbogenfarben für große Vielfalt

Im Zuge der offiziellen Ernennung zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ setzten Zehntklässler mit Christiane Bethke ein Kunstprojekt um. Das farbenreiche Werk soll zeigen, dass nach diesem Motto gelebt wird.

Es ist eine Stil-Mischung aus Pop-Art und Comic, die das Projektteam unter Leitung von Künstlerin Christiane Bethke zur Umsetzung gewählt hat. Unter dem Arbeitstitel „Kawumm – Zeichen setzten für Courage“ gestalteten die sechs Zehntklässler, Christiane Bethke sowie Lehramtsanwärter Lenni Leuteritz die 15 Meter lange Wand links neben dem Haupteingang in vielen verschiedenen Farbtönen neu.

Im Zuge der Ernennung zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Mai hatte sich die Schule am Grenzlandring mit Schulleiter Christoph Scholz und Konrektorin Angela Theißen für das Kunstprojekt ausgesprochen – als ein für alle Betrachter sichtbares Zeichen dafür, dass diese couragierte Haltung tagtäglich an der Schule gelebt wird.

Die Idee zur Verschönerung war Lehrern und Mitarbeitern der Stadt Wegberg angesichts der unschönen, außerhalb der Schulzeit angebrachten Graffitis auf dieser Wand gekommen, erzählt Konrektorin Angela Theißen während des abschließenden Projekttages, an dem die Beteiligten Feinarbeiten vornehmen und eine durchsichtige Schutzschicht auftragen. „Graffitis können auch schön aussehen“, war die einhellige Meinung gewesen, und die Stadt hatte die Aktion mit der Finanzierung der Farben unterstützt. Die Wahl des Schulrektors für die Durchführung fiel auf Christiane Bethke deshalb, weil sie zuvor bereits ein künstlerisches Projekt an der Schule am Grenzlandring organisiert hatte.

 Für das Malen mit Pinseln und Farben anstatt des Sprayens entwickelte Bethke entsprechend der Ausrichtung der Schule die Konzeption „Zeichen setzen für Courage“. „Zusammen mit den Schülern habe ich dann überlegt, welche inhaltlichen Begriffe dazu passen“, beschreibt sie den Entstehungsprozess. Die Idee war, zunächst einen Hintergrund in Form von Prismen zu gestalten: Diese sollten die Vielfalt der Schule, der Schüler und des Lerninhaltes darstellen. „Ganz wichtig war es den Schülern, mit Regenbogenfarben zu arbeiten“, betont sie – die aus Grundfarben gemischten Farbtöne reichen von Violett, Rot, Orange und Gelb über Grün bis zu Blau und Cyan. Im Comic-Stil wählten sie Ausdrucksblasen, in die sie die neun Begriffe Courage, Akzeptanz, Vielfalt, Respekt, Toleranz, Mut, Vertrauen, Fairness und Gemeinschaft einsetzten.

Mit einem maßstabsgetreuen Entwurf geht es schließlich für die Jugendlichen zur Arbeit an die Wand und jeder bringt sich mit seinen Stärken in die Teamarbeit ein. So zeichnet Tim fein vor, erzählen die Schüler, malen Lena, Laura und Lara die Dreiecke sowie Ina und Jasmin die Schriftzüge aus. Farblich auf das Gebäude abgestimmt fügt die Gruppe eine graue Bordüre hinzu. „Bei den Feinarbeiten und dem Farbenmischen haben wir einiges dazugelernt“, sagt Lara, „je öfter man es macht, desto mehr nimmt man mit.“ Zudem wüssten sie jetzt, wie man auf einer unebenen Backsteinwand malt. Ebenso könnten sie nun gut mit Proportionen umgehen, berichtet Christiane Bethke.

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