Wegberg: Schulbank drücken neben dem Beruf

Wegberg : Schulbank drücken neben dem Beruf

Im Altenheim der Sankt Antonius Klinik Wegberg haben sich drei Pflegehelferinnen vier Jahre lang zu examinierten Altenpflegerinnen ausbilden lassen. Alle arbeiten weiter in der Einrichtung. Die Aussichten in der Altenpflege sind gut.

Vier Jahre lang haben Dorota Danielewicz, Sonja Lehnen und Claudia Drung die Dreifach-Belastung Beruf, Familie und Ausbildung gemeistert. Nun erhielten sie ihre wohlverdiente Belohnung: Alle drei sind jetzt examinierte Altenpflegerinnen. Ihr neuer Arbeitgeber ist auch der alte: Sonja Lehnen und Claudia Drung arbeiten im Pflegebereich des Altenheims der Sankt Antonius Klinik in Wegberg, Dorota Danielewicz ist inzwischen auf die Demenzstation der St. Antonius Klinik gewechselt.

Bereits während ihrer Ausbildung waren die drei Altenpflegerinnen als Pflegehelferinnen im Sankt Antonius Altenheim beschäftigt. Doch sie wollten mehr Verantwortung und entschieden sich für die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin. Diese Entscheidung bedeutete, neben der Arbeit die Schulbank zu drücken: "Der Lernstoff war umfangreich", berichtet die Pflegedienstleiterin des Sankt Antonius Altenheims, Beatrix van Leyen. Unter anderem standen Medizin, Psychologie, Rechtslehre und Ernährungslehre auf dem Stundenplan.

Die Ausbildung gliedert sich etwa jeweils zur Hälfte in theoretischen Unterricht und praktische Ausbildung. "Bei der Praxis kam ihnen ihre langjährige Berufserfahrung zugute", so van Leyen. Dem Trio ist die Freude an ihrem Beruf anzumerken: Der Umgang mit den Menschen, sie zu begleiten und ihre Dankbarkeit zu erfahren, sei ein besonderes Geschenk. Van Leyen: "Ich könnte mir keinen anderen Beruf vorstellen."

Geschäftsführerin Dany Molz hofft, dass sich noch mehr Menschen für eine Tätigkeit in der Altenpflege entscheiden, denn neben der Zufriedenheit bringt der Beruf auch gute Zukunftsaussichten mit sich. Rund 50 Mitarbeiter kümmern sich im Altenheim der Sankt Antonius Klinik um das Wohlergehen der 50 Bewohner. Die meisten sind examinierte Kräfte. Dass sie ihr Beruf erfüllt, zeigt die geringe Fluktuation: "Viele Mitarbeiter arbeiten schon seit Jahren hier", berichtet Molz. Sie ist stolz auf die drei Mitarbeiterinnen, die den Mut hatten, im Alter zwischen 29 und 55 Jahren noch einmal von vorne anzufangen und eine Ausbildung zu beginnen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE