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Schon zum zweiten Mal: Inperfektion aus Wegberg im Finale des NRW-Gründerpreises

NRW-Gründerpreis : Inperfektion schon zum zweiten Mal im Finale

Der von der NRW.Bank und dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie initiierte Wettbewerb gehört zu den höchstdotierten Gründerpreisen Deutschlands. Das Finale findet Ende November in Düsseldorf statt. Carsten Finke, einer der Geschäftsführer des Wegberger Unternehmens, freut sich über die „schöne Überraschung“.

Zu den zehn Finalisten für den zehnten NRW-Gründerpreis gehört die Firma Inperferktion, die ihren Sitz an der Friedrich-List-Allee in Wildenrath hat. „Das ist eine schöne Überraschung“, meinte Carsten Finke, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens für Automatisierungslösungen, als er von der Nominierung und den Einzug ins Finale des Wettbewerbs erfuhr. Mit neun anderen  jungen Unternehmen hatte sich Inperfektion unter rund 140 Bewerbern qualifiziert. „Die Jury würdigt damit ihr herausragendes Engagement, ihren Mut und ihre Innovationskraft“, heißt es in einer Mitteilung des NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. Die zehn Nominierten haben jetzt die Chance auf ein Preisgeld von insgesamt 60.000 Euro. Der von der NRW.Bank und dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie initiierte Wettbewerb gehört zu den höchstdotierten Gründerpreisen Deutschlands. Das Finale findet Ende November in Düsseldorf statt.

Es ist dabei nicht das erste Mal, dass Inperfektion im Finale des NRW-Gründerpreises steht. Bei der neunten Auflage vor zwei Jahren hatte sich das Unternehmen als solches vorgestellt und war auch in die Endauswahl der zehn Besten gelangt. „Dann hat es allerdings doch nicht für einen Platz auf dem Siegertreppchen erreicht“, sagt Finke rückblickend. Er und sein Kollege in der Geschäftsführung Ralf Aldenhoven sowie das Inperfektion-Team haben sich aus der Erfahrung und dem Ergebnis des neunten Wettbewerbs Gedanken gemacht, wie eine neue Bewerbung optimiert werden kann. „Als Unternehmen als Ganzes reicht es nicht aus“, so die Erkenntnis, „zum Unternehmen muss sich eine gute Geschäftsidee entwickeln.“ Die „geniale Idee“ wurde nicht nur gefunden, sondern auch in die Praxis umgesetzt – und wie sich zeigt, ist die neue Bewerbung so gut, dass sie für die erneute Finalteilnahme von Inperfektion beim NRW-Gründerpreis gesorgt hat. „Dieses Mal sind wird deutlich und viel, viel besser“, glaubt Finke.

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Laienhaft ausgedrückt hat Inperfektion eine „mobile Schweißerei“ entwickelt und hergestellt. Von der Idee bis zur Planung mit Einsatz modernster Technologie wurde in einem ausgedienten 20-Zoll-Schiffscontainer einen Roboter als Schweißapparatur entwickelt, der vollautomatisch schweißen kann. „Was in den Werkstätten von Tischlern und Schreinern schon zum Alltag gehört, etwa die CNC-Technik, ist in den meisten Schweißereien nicht vorhanden“, erläutert Finke. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei es nahezu unumgänglich, Roboter zum Einsatz zu bringen, die die Arbeiten erbringen, die sonst mangels Mitarbeitern liegen bliebe oder gar nicht gemacht werden könne. So entstand in Wildenrath ein mobiler Schweißroboter, der in einem Schiffscontainer untergebracht ist. Das war unsere Grundgedanke: ein Roboter in der Zelle“. Nach der Zeit des Planens und des Tüfteln ist das Projekt jetzt fertiggestellt. „Der Roboter kann dank modernster, digitaler Technik individuell den Bedürfnissen des Schweißers angepasst werden“, so Finke.

Das Komplettpaket kann geleast, gemietet oder gekauft werden. Der Vertrieb dieses Schweißroboters sei allerdings der zweite Schritt. „Zunächst geht es uns darum, interessierten Schweißern unser neues Produkt näher zu bringen und  ihnen die Angst vor einer digitalen Technik zu nehmen.“ Hinzu komme, ihnen die Sorge der möglichen Kosten zu nehmen.

„Mit unserem aufgearbeiteten Container als Fracht- und Transportraum erreichen wir auch noch eine Nachhaltigkeit.“ Statt auf dem Müll oder in einer Schrottpresse erhalten die ausgedienten Schiffscontainer eine neue Aufgabe. In ihnen lagern die Schweißroboter mit Schweißtechnik. Sie können dank ihrer Mobilität an verschiedenen Orten eingesetzt werden. „50 Prozent unserer Gerätschaft besteht aus recyceltem Material“, meint Finke, der jetzt gespannt auf das Endergebnis des Wettbewerbs wartet.  

Die Worte von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart sind auf das Unternehmen aus Wildenrath quasi zugeschnitten: „Nordrhein-Westfalen ist eine Top-Adresse für Gründerinnen und Gründer und verfügt über eine lebendige und vielfältige Start-up-Szene. Das beweisen die nominierten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die mit innovativen Geschäftsideen und viel unternehmerischem Mut herausragende Leistungen erzielen.“ Insbesondere sein Verweis aus innovativen Geschäftsideen und unternehmerischen Mut  trifft für Inperfektion zu.