Runder Tisch in Wegberg: Den Alltag älterer Menschen bereichern

Runder Tisch in Wegberg : Den Alltag älterer Menschen bereichern

Die Teilnehmer des städtisch organisierten Runden Tischs Senioren bringen Themen und Projekte wie Mobilität, Gesundheitsfürsorge, Ratgeber oder Seniorenmesse in Wegberg voran. Auch Menschen mit Behinderung profitieren.

Vier Jahre ist es her, dass Gleichstellungsbeauftragte Ute Nobis den Runden Tisch Senioren ins Leben rief. Von Anfang an waren die evangelische und katholische Kirche, der Caritas-Verband sowie Hannelore Weggen als aktives Mitglied mit dabei. Inzwischen hat Sonja Opwis die Nachfolge von Ute Nobis angetreten und ist Quartiersmanager Lothar Esser für die Organisation der Treffen sowie die Koordination der Arbeiten zuständig. In den Sitzungen beschäftigen sich die Mitglieder mit Themen und Projekten, die die älteren Mitbürger der Stadt Wegberg betreffen: mit Gesundheitsfürsorge, Mobilität, Seniorenratgeber oder -messe.

Die Motivation, sich beim Runden Tisch zu engagieren, stellte sich beim aktuellen Treffen im ehemaligen Krankenhaus – auf der ersten Etage gibt es noch eine Langzeitbeatmung – unterschiedlich dar. „Manche alten Leute können sich nicht mehr helfen“, wusste etwa Hannelore Weggen, als sie zur ehrenamtlichen Tätigkeit eingeladen wurde. Und Karin Bonitz, Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Wegberg sowie Vorstandsmitglied im Verein Lebenshilfe und politisch auf Kreisebene aktiv, befand das Tun als „tolles Ehrenamt“, mit dem ein Stück weit auch Behinderten geholfen werde. Ebenso waren Walter Gans vom Presbyterium der evangelischen Kirche und Gemeindesozialarbeiterin Judith Preis von Caritas-Verband und der Pfarrei St. Martin gekommen. Dany Molz, Geschäftsführerin des St.-Antonius-Alten- und Pflegeheims, hatte in ihre Räume an der Birkenallee eingeladen. Sie plant, eine zweite Tagespflege im Haus einzurichten und möchte sich gerne in der Runde einbringen. Ebenso waren der Träger der Merbecker Tagespflege Haus Margret, Georg Hock, und Einrichtungsleiterin Hawazen Hussein anwesend: Es ist eine zweite Tagespflege in Holtum geplant, berichteten sie. Beide wiesen auf die Bedeutung der Mobilisierung älterer Menschen hin. Lothar Esser moderierte die weiteren Gespräche, in denen die Fortschritte aktueller Projekte Thema waren.

Quartiersmanager Lothar Esser von der Stadt Wegberg ist für die Organisation der Treffen des Runden Tisches zuständig. Foto: Stadt Wegberg

So ist Walter Gans beim Ansprechen möglicher Ehrenamtler, innerhalb der Maßnahme „Telefonstar“ Senioren anzurufen, aufgrund erwarteter Verängstigung auf vorsichtige Zurückhaltung gestoßen. Lothar Esser kündigte an, Sicherheitsmechanismen zu überdenken. Zudem sprach der Quartiersmanager den Entwurf des Seniorenratgebers an, den er allen Mitgliedern zur Durchsicht und für Anregungen zugeschickt hatte. Darüber hinaus hat er mit Pflegewissenschaftler Karl-Heinz Grimm vom Kreisgesundheitsamt, der zukünftig als Gesundheitscoach innerhalb der Maßnahmen Wohlbefinden auf Rezept und Positive Gesundheit agieren wird, Räume angesehen, wo möglicherweise ein Beratungsbüro eingerichtet werden kann. Und schließlich stellten Ulrike Isenrath und Siegfried Esfeld von der neuen Selbsthilfeinitiative auf Kreisebene – Wohnformen im Alter – das Projekt „60+WG“, das im Rhein-Sieg-Kreis realisiert werden soll, vor: Auf einem von der Kommune gekauften Grundstück mieten ältere Menschen Wohneinheiten mit Gemeinschaftsbereich.