Wegberg/Wassenberg: Pflanztag: Bäume kennen keine Grenzen

Wegberg/Wassenberg : Pflanztag: Bäume kennen keine Grenzen

Große Aufmerksamkeit erregte die 22. Baumpflanzaktion des Naturparks Schwalm-Nette und der Gemeinde Roerdalen. 100 deutsche und niederländische Kinder setzten gestern mit Pflanzhelfern 2500 Buchensetzlinge in den Boden.

Ihren Beitrag zu Ökologie und Umweltbewusstsein hatten die 100 Grundschüler der Gemeinschaftsgrundschule Am Burgberg und der Basisschool De Hovenier aus Montfort/Roerdalen zuvor sorgfältig im Sachunterricht vorbereitet. Sie hatten in einem Baumbuch Wissenswertes über die Geschichte des Meinwegs, den Aufbau und die Bedeutung von Wald sowie das Pflanzen von Bäumen erfahren.

Beim 22. Internationalen Baumpflanztag des Naturparks Schwalm-Nette und der niederländischen Gemeinde Roerdalen schritten sie mit Helfern unter dem Motto "Bäume kennen keine Grenzen" mit dem Setzen von 2500 Buchensetzlingen zur Tat. Dr. Ferdinand Schmitz, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Naturparks, begrüßte zu Beginn die zahlreichen Gäste. Gleich zwei deutsche Bürgermeister und Hausherren - Michael Stock aus Wegberg und Manfred Winkens aus Wassenberg - waren darunter. Versorgungszelt und Startpunkt hatten auf Wegberger Gebiet gestanden und die zu bepflanzende Fläche befand sich im Dalheimer Staatswald auf Wassenberger Seite. "Dieser 22. Internationale Baumpflanztag des Naturparks Schwalm-Nette ist ein ganz besonderer, da der Park in diesem Jahr 50 Jahre alt wird und heute der Auftakt des Jubiläumsjahrs ist", sagte Dr. Ferdinand Schmitz. Die Jagdhornbläser des Hegerings Elmpt spielten dazu ein Ständchen. "Die Aktion der Kinder ist ein gutes Beispiel für gelebten deutsch-niederländischen Naturschutz", sagte er weiter.

Mit einem Blick in die Historie stellte Ferdinand Schmitz die Hauptaufgaben des Naturparks, der im Jahr 1965 auf der Burg Wassenberg gegründet wurde, heraus. Zunächst sei die Pflege der Landschaft und das Zugänglich-Machen mit Beschilderung vorrangig gewesen. Seit 1987 haben Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit an Bedeutung gewonnen. Vor 22 Jahren wurde der Baumpflanztag zusammen mit Roerdalen ins Leben gerufen.

Besonderen Dank sprach Ferdinand Schmitz dem Regionalforstamt Niederrhein und Bauhof der Stadt Wassenberg aus, die unter Leitung von Förster Eric Ludwig das Pflanzgebiet vorbereiteten. Die Forstverwaltung hatte zudem die Buchenstecklinge gestellt und den Erinnerungsbaum gestiftet. Bevor die Kinder nach einem Quiz zur Tat schreiten konnten, pflanzten Ferdinand Schmitz, Joke Kersten, Vorsitzende des "Nationalparks de Meinweg", die Roerdalener Bürgermeisterin Monique de Boer-Beerta mit Manfred Winkens die Erinnerungs-Buche ein, die von Michael Stock gehalten wurde. Daneben enthüllte sie eine hölzerne Erinnerungstafel.

"Das macht voll Spaß", entfuhr es einer Viertklässlerin aus Wassenberg, die zuvor noch nie ein Bäumchen gepflanzt hatte und mit der Gruppe um Silke Weich, stellvertretende Geschäftsführerin des Naturparks Maas-Schwalm-Nette, gestartet war. Jeweils zwei Pflanzer taten sich zusammen, um bei größerem Wurzelwerk die vorbereiteten Pflanzlöcher mit dem Spaten zu vergrößern, den Setzling hineinzustecken und mit der Schaufel das Erdreich zurückzuschieben.

Dass sie beim Arbeiten besser mit Vorsicht vorgehen, um beispielsweise die Rinde der kleinen Bäume nicht zu verletzen, erkannten die Schüler schnell. Umsicht stellten die jungen Leute auch unter Beweis, als sie während der Pflanzarbeiten einen kleinen Frosch aus der "Gefahrenzone" brachten.

(cole)
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