Erinnerung an Grenzlandring Balkon der Ophover Mühle bietet freie Sicht auf historische Rennstrecke

Wegberg · Eine vormals triste Wand in der Ophover Mühle haben die Eheleute Hendricks mit Motiven aufgewertet, die den Grenzlandring zu seiner Hochzeit zeigen. Hilfe leistete dabei das Stadtarchiv.

Fototapete mit Lokalkolorit: Auf zwölf Metern Länge zeigen Ulrike und Holger Hendricks in der Ophover Mühle, was den Grenzlandring als Rennstrecke ausgezeichnet hat.

Fototapete mit Lokalkolorit: Auf zwölf Metern Länge zeigen Ulrike und Holger Hendricks in der Ophover Mühle, was den Grenzlandring als Rennstrecke ausgezeichnet hat.

Foto: Stephan Vallata

Wer auf dem „Balkon“ im ersten Stock der Ophover Mühle sitzt, hat seit Kurzem nicht nur einen exzellenten Blick auf das Mahlwerk des denkmalgeschützten Gebäudes. Gäste müssen ihren Kopf nur in die andere Richtung wenden, um den Grenzlandring zu sehen. Oder besser gesagt: eine Zusammenstellung diverser Motive, die auf einer Fläche von etwa zwölf mal 2,50 Metern die Hochzeit der historischen Rennstrecke dokumentieren. Abgebildet sind auch stark vergrößerte Postkartenmotive, Werbeplakate und Ausschnitte aus Programmheften der 50er Jahre. Die Idee dazu hatten Ulrike und Holger Hendricks, Inhaber der Ophover Mühle und Betreiber des gleichnamigen Restaurants.

Die ehemals eher triste Brandschutzwand aus Kalksandstein war dem Ehepaar schon länger ein Dorn im Auge. „Tat nicht weh, war aber auch nicht besonders schön“, erinnert sich Holger Hendricks. Die Idee, eine Fototapete anzubringen, war schnell gefunden. Nur die Suche nach geeigneten Motiven mit Lokalkolorit dauerte etwas länger, wollte man doch keine Bildrechte verletzen. Das Material zur Verfügung stellte schließlich das Stadtarchiv nach einer entsprechenden Anfrage der Gastronomen.

Es gibt auch einen direkten persönlichen Bezugspunkt: Karl Weuthen, der Großvater von Ulrike Hendricks, leistete am 31. August 1952 vor Ort Erste Hilfe, Kostenpflichtiger Inhalt als sich auf dem Grenzlandring einer der bis heute schwersten Unfälle der Motorsportgeschichte ereignete. 13 Menschen kamen auf tragische Weise ums Leben, 42 wurden verletzt.

Einem Gerücht, das derzeit die Runde macht, möchte das Ehepaar Hendricks entgegenwirken: Es gebe keinerlei Pläne, die Ophover Mühle im kommenden Jahr zu schließen.

(stva)