Neues Rückhaltebecken in Wildenrath überflüssig?

Geplante Baumaßnahmen in Wildenrath : Geplantes Rückhaltebecken wohl überflüssig

Die Stadt Wegberg hofft, auf eine 850.000 Euro teure Baumaßnahme am Schaagbach in Wildenrath verzichten zu können.

Ein neues Rückhaltebecken sollte in Wildenrath gebaut werden. Doch nach einer Gewässerverträglichkeitsprüfung stellt sich nun heraus, dass dies vermutlich überflüssig ist und die Stadt sich die Kosten in Höhe von rund 850.000 Euro sparen könnte.

Baudezernent Frank Thies informiert über dieses Ergebnis nach einer erfolgten Gewässerverträglichkeitsprüfung für den Schaagbach/Rumpenbach. Ursprünglich war geplant, dass der Regenüberlauf Auf dem Kirchkamp in Wildenrath geschlossen und die ankommenden Wassermengen auf das Regenüberlaufbecken an der Hochstraße weitergeleitet werden sollten. Ein neues Regenrückhaltebecken sollte vermeiden, dass Einleitungen in den Vorfluter Schaagbach/Rumpenbach erfolgen. „Der ursächliche Grund für die geplante Schließung des Regenüberlaufs stellt die Annahme dar, dass es sich bei dem Einleitungsbereich um einen vermeintlichen Quellbereich handelt“, informierte Frank Thies im Wegberger Rathaus. Auf Drängen der Stadt Wegberg sei bei einem Besprechungstermin mit der Bezirksregierung Köln im Juni 2018 beschlossen worden, eine Gewässerverträglichkeitsprüfung für den Schaagbach/Rumpenbach inklusive seiner Nebengewässer in diesem Bereich zu erstellen. In einem wasserrechtlichen Verfahren sollte dann entschieden werden, ob und welche Maßnahmen notwendig sind.

Wie Frank Thies weiter berichtet, geht aus der nun vorliegenden Gewässerverträglichkeitsprüfung hervor, dass es sich bei der Einleitungsstelle Auf dem Kirchkamp nicht um einen Quellbereich, sondern lediglich um einen Einleitungsgraben handelt. Außerdem seien die hydraulischen und stofflichen Nachweise erbracht worden. Dieses Ergebnis könnte nach Aussage der Bezirksregierung Köln die Schließung des Regenüberlaufs Auf dem Kirchkamp, die Vergrößerung des Zulaufsammlers vom Regenüberlauf bis zum Regenüberlaufbecken an der Hochstraße und den Bau eines zusätzlichen Regenrückhaltebeckens überflüssig machen. Dies führe zu Einsparungen bei Planungs- und Bauleistungen in Höhe von rund 850.000 Euro.