Wegberg: Nachhaltige Umweltaktion

Wegberg: Nachhaltige Umweltaktion

Unter dem Motto "Saubere Landschaft" sammelten mehr als 30 Erwachsene und Kinder Unrat in Feld und Wald. Ein geselliges Treffen zum Wohle von Mensch, Tier und Natur.

Der achtlos weggeworfene Unrat, der den fleißigen Sammlern "ein Dorn im Auge ist", war an vielen Stellen im Ort Schwaam und in der Umgebung zu finden. Papier- und Plastikteile lagen an Straßen- und Wegesrändern, und die Bewohner hatten bereits viele Stellen ausgemacht, an denen es sich besonders "lohnte", sauberzumachen. Entsprechend stellten die mehr als 30 fleißigen Helfer aus Schwaam und Venheyde, einer Gruppe Jäger des Jagdbezirks Schwaam und erstmals Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) "Petri Heil" Wassenberg mit Dorfausschuss-Vorsitzendem Hubert Michiels bei der 16. Müllsammelaktion mehrere Gruppen zusammen, um die Strecken gezielt abzulaufen.

Neben der nachhaltigen Säuberung von Ortsbild und Landschaft sowie der damit einhergehenden höheren Lebensqualität für Mensch und Tier stand erneut der gemeinschaftliche Aspekt im Vordergrund. Die teils neuen jungen und älteren Freiwilligen kamen am Treffpunkt auf dem Dorfplatz ins Gespräch, statteten sich mit Mülltüten aus und schlossen sich zu Sammeleinheiten zusammen. Johannes Geerkens stellte ein weiteres Mal seinen Traktor mit Anhänger für die Umweltaktion zur Verfügung - erfahrungsgemäß sollte die Schlepperkarre nach rund zwei Stunden mit Müll gefüllt sein.

Gerne würde Hubert Michiels es sehen, wenn sich weitere Ortschaften in ähnlicher Weise für eine saubere Landschaft einsetzen würden, erzählte er. An diesem Tag waren zumindest ebenso die Merbecker in ihrem Bereich aktiv. Um weitere zum Mittun bewegen zu können, hielt er eine übergreifende Initiative der Jäger aus den jeweiligen rund 300 Hektar großen Jagdbezirken im Kreis Heinsberg für geeignet.

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Erstmals in Schwaam waren Mitglieder des ASV "Petri Heil" Wassenberg dabei, der vom Dorfausschuss Schwaam eingeladen worden war. Die Sportler nutzen einen Angelweiher in Ortsrandlage. "Bei uns finden wir auch immer viel Müll, sei es von anderen Leuten oder unseren Vereinsmitgliedern", erzählte Kai Jungjohann, "dieser wird dann in einer Aktion wie heute weggemacht." Papier, Zigaretten oder Dosen lägen herum und würden während des Jahres ebenso immer wieder von den Anglern mitgenommen. Schon allein, damit der Wind den Unrat nicht in die Schonungen oder ins Wasser treibe.

Zum ersten Mal in seiner Funktion als neuer Jagdpächter nahm Achim Kohnke mit Jägernachwuchs und weiteren Jägern teil. "Wir sind täglich im Revier", berichtete er, "wenn man sieht, was dort alles herumliegt, ist die Müllsammelaktion leider jedes Jahr notwendig." Wenn sich die Tiere in Netzen oder Tüten verfingen, könnten sie sich strangulieren oder in ihren Bewegungen eingeschränkt werden. Müllsäcke mit Essensresten etwa lockten die Wildschweine an, die neben den Speiseresten auch Müll zu sich nehmen.

(cole)