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Musical im Wegberger Gymnasium​: Dornröschen heißt jetzt Rosa Dorn​

Musical im Wegberger Gymnasium : Dornröschen heißt jetzt Rosa Dorn

„Dornröschen – also irgendwie nicht“ lautet der Titel des Bühnenstücks, das das Maximilian-Kolbe-Gymnasium aufgeführt hat. Dabei bildete das Märchen bloß den Rahmen für eine originelle Neuinterpretation.

Die Maxx-Musical AG des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums (MKG) erfindet die Geschichte rund um den Märchenklassiker Dornröschen auf ihre Weise neu. Jugendlich, modern und trotzdem voller Spannungen haben die Schülerinnen und Schüler ihr neues Stück: „Dornröschen – also irgendwie nicht“ auf der Bühne des Pädagogischen Zentrums präsentiert. Das Märchen gab dem Bühnenstück allerdings nur den Rahmen.

Rosa Dorn wird 15 Jahre alt und ihre beiden besten Freundinnen schmeißen nicht nur eine Party und präparieren die alkoholfreie Bowle mit Wodka, sondern laden zudem auch Rosas Schwarm Rafaello Ferrero ein, den eine von Rosas Freundinnen auch toll findet. Es wird eine rauschende Party – und eine Konfrontation sowie einige Missverständnisse dürfen innerhalb der Freundesgruppe natürlich nicht fehlen. Im Finale des Stückes gab es sogar die allererste Kussszene am MKG, daraufhin kommt Rosas Mutter heim und das Stück endet.

„Vor Weihnachten haben wir uns zusammengesetzt und überlegt. Dabei kam Dornröschen raus. Aber auf das normale Märchen hatten die Schülerinnen und Schüler eher weniger Lust“, berichtet der AG-Leiter Alexander Hergert, der das Musical musikalisch am Flügel begleitete. „Die Figuren haben wir zusammen entwickelt. So sind die Figuren in Anlehnung an Dornröschen entstanden und dabei spielten wir mit der Legende“, erklärt er.

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Schlüsselmomente des Märchens wie das Stechen an den Dornen der Rose dürfen deswegen natürlich nicht fehlen. Deswegen bringt Rafaello eine Rose als Geburtstagsgeschenk mit. Die Hauptrolle Rosa Dorn füllte Pauline Drückhammer mit Leben, und die beiden besten Freundinnen spielten Sandra Wimmers sowie Lidija Ohlhäuser. Die männliche Hauptrolle des Rafaello Ferrero verkörperte Tobias Pastwa, der ebenfalls am Klavier glänzte.

Fast ein Jahr lang übten die Schüler das Musical-Stück gemeinsam mit ihrem Mentor Alexander Hergert ein. „Wir beginnen immer am Anfang des Schuljahres. Die meisten haben keine Schauspielerfahrung. Gemeinsam schauen wir dann, in welche Richtung das Stück gehen soll. Im ersten Halbjahr starten wir dann mit Basisübungen, wie lautes Sprechen, Improvisation oder das Entwickeln von Szenen“, erklärt der Musik- und Deutschlehrer den Ablauf. Seit 2011 führt er die AG und hat seitdem zahlreiche Musicals und Schauspiele auf die Bühne gebracht. Die Maxx-Musical AG ist ein Begabtenförderung-Plus-Kurs im Rahmen des AG-Programms der Jahrgangsstufe neun.

Für die Schüler waren die beiden Auftritte nach den Corona-Beschränkungen natürlich etwas ganz Besonderes. „Sie sagen, das ist das beste Hobby, was sie jemals hatten“, sagt Alexander Hergert lachend und ist froh über das Engagement der Gruppe. Viele von ihnen scheuten keine Mühen und waren an den Tagen vor der Premiere nach dem Unterricht noch bis 18 Uhr in der Schule. „Das ist ein großer Einsatz für die Schülerinnen und Schüler. Man merkt, dass sie es gebraucht haben, wieder etwas miteinander außerhalb des schulischen Lernens zu machen“, sagt Alexander Hergert. Doch den begeisterten Musical-Darstellern steht noch ein weiterer großer Auftritt bevor. Sie führen ihr neuerfundenes Dornröschen-Stück ein weiteres Mal im Rahmen des Projektes „Rampenfieber“ am 14. Juni im Theater 99 in Aachen auf.