Wegberg: Marienlieder zur Fastenzeit

Wegberg: Marienlieder zur Fastenzeit

Der Kirchenchor "Cäcilia" 1846 bot den Zuhörern seines vierten Fastenkonzertes Besinnung und Abstand vom Alltag.

Die Marienverehrung sei uralt und gleichzeitig ganz modern, wovon die vielen Marienwallfahrten zeugten, führte Mitglied Helmi Grün vom veranstaltenden Kirchenchor "Cäcilia" 1846 vor dem Konzert in der Kirche "St. Peter und Paul" aus. Sie sprach im Weiteren ebenfalls die Texte zwischen den Marienliedern, zur Fastenzeit passenden Motetten und dem gesanglichen Ausblick auf Ostern.

Bereits zum vierten Mal lud der Chor zu einem Fastenkonzert ein - in diesem Jahr hatte er es unter das Thema "Maria, ein Leben mit Jesus" gestellt. Rund 100 Besucher waren gekommen, um den gesanglichen und textlichen Beiträgen zuzuhören und somit Besinnung und Abstand vom Alltag zu finden.

Die Sängerinnen und Sänger unter Leitung und zum Orgelspiel von Karl Hütz hatten vor allem Liedwerke des 16. und 19. Jahrhunderts ausgewählt. Wobei "Motette" in der allgemeinen Literatur als Gattungsbegriff in der mehrstimmigen Vokalmusik verwendet wird, der seit dem 13. Jahrhundert anzutreffen ist. Er beschreibt im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche musikalische Formen. Die frühe Motette bis zum 15. Jahrhundert war durch unterschiedlichen Text in den verschiedenen Stimmen und wiederkehrenden Rhythmus in der Unterstimme gekennzeichnet. Die spätere Motette ist typischerweise geistliche Musik, in der zu den Singstimmen Instrumente hinzutreten können.

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Immer mit Bezug zu Marias Stellung und Verhalten griff der Chor thematisch Marias Empfängnis bis hin zur Leidensgeschichte ihres Sohnes Jesus mit den unterschiedlichen Beiträgen auf. Als kraftvollen Ausblick auf Ostern stimmten die Frauen und Männer etwa "Er wird herrschen" von Willy Giesen an - entsprechend ausdrucksstark mit strahlenden Stimmen dargebracht. Orgelspiel-Passagen und Gesang wechselten sich im Stück "Aller Augen warten auf dich, Herre" des bedeutenden Motetten-Komponisten Heinrich Schütz ab. Oder es ließen alle vielstimmigen, klanglich dichten Lobgesang mit dem Marienlied "Ave Maria" des Komponisten Joseph Gabriel Rheinberger, das die Sänger mit weiteren Marienliedern in den Mittelpunkt des Konzertnachmittages gestellt hatten, hören.

Gesungene Glaubensbekenntnisse und Lobpreisungen sowie Orgelvariationen über das Lied "Christi Mutter stand mit Schmerzen" erklangen ebenso im festlich erleuchteten Kirchenraum. "Mit Maria haben wir begonnen, sind mit ihr einen Weg gegangen und haben mit ihr unser Fastenkonzert beendet", wandte sich Helmi Grün abschließend an die Zuhörer, die viel Beifall spendeten, "wir hoffen, dass wir mit Gesang, Worten und Orgelspiel Ihre Herzen erreicht haben."

Ihr Dank galt Karl Hütz, der den Chor in den Proben fördert und fordert. "Seine Worte 'Der Chor schafft das' geben uns immer Mut und Zuversicht, und bis jetzt hatte er immer Recht."

(cole)