Wegberg: "Manchen ist der Platz zu schmuddelig"

Wegberg: "Manchen ist der Platz zu schmuddelig"

Bislang schrieb der Wohnmobilplatz am Wegberger Hallenbad eine Erfolgsgeschichte. 2004 hatte die Mühlenstadt als erste Kommune im Kreis Heinsberg einen solchen Anlaufpunkt für Touristen geschaffen. Jetzt gibt es erstmals einen deutlichen Besucherschwund.

Der Wegberger Wohnmobilplatz neben dem Grenzlandringbad mit Liegewiese und Anbindung zum Stadtzentrum bietet zehn Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen. Eine Übernachtung kostet acht Euro pro Wohnmobil inklusive Strom, Ver- und Entsorgung, und Freikarte für das Grenzlandringbad. Zum Vergleich: In Wassenberg kostet eine Übernachtung fünf Euro, in Heinsberg zehn, in Hückelhoven 4,50 Euro, in Gangelt zehn und in Waldfeucht fünf Euro, in Erkelenz ist die Nutzung kostenfrei. In Wegberg prüft die Verwaltung alle zwei Jahre, ob die Gebühren für die Nutzung des Wohnmobilstellplatzes noch angemessen sind. Zuletzt war der Preis zum 1. August 2013 von sieben auf acht Euro pro Übernachtung erhöht worden. Dem Vorschlag der Verwaltung, das Nutzungsentgelt je Wohnmobil auf acht Euro zu belassen und bis zum 30. Juni 2019 festzuschreiben, folgten die Mitglieder des Ausschusses für Tourismus nun einstimmig. Nach der Abrechnung 2018 soll die Gebührenhöhe Anfang 2019 erneut geprüft werden. Die Kosten für die reine Entsorgung (zwei Euro) bleiben ebenfalls bestehen. Weiterhin gewährt wird außerdem die Freikarte je Wohnmobil für die Nutzung des Grenzlandringbads. Es bleibt auch bei der Regelung, dass der Wohnmobilplatz auch für Wohnwagen zur Verfügung steht, solange er nicht durch Wohnmobile voll ausgelastet ist. Betreut werden die Gäste auf dem Wegberger Wohnmobilplatz durch das Hallenbadpersonal.

Gefragt nach den Gründen für die rückläufige Besucherentwicklung sagte Ulrich Lambertz vom Stadtmarketing, dass der Wohnmobilstellplatz manchen Gästen zu schmuddelig ist, "sie empfinden den Platz als unsauber", sagte Lambertz. Außerdem sei die Konkurrenz groß, da mittlerweile auch Wegbergs Nachbarstädte eigene Stellplätze für Wohnmobile eingerichtet haben. Als nachteilig werde von den Gästen auch empfunden, dass es abends und an Wochenenden keinen Ansprechpartner vor Ort gebe, sondern Fahrten zur Feuerwache an der Venloer Straße in Kauf genommen werden müssten.

(RP)
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