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Wegberg: Lachende Roaner Arena in Rot und Weiß

Wegberg : Lachende Roaner Arena in Rot und Weiß

Sowohl eigene Kräfte der KG "Laakebüll" als auch befreundete Karnevalisten und auswärtige Künstler begeisterten.

Die Jecken der KG "Laakebüll" waren froh, dass es mit der Kostümsitzung in der diesjährigen Session so richtig losging. Dies teilte Sitzungspräsident Michael Steffan dem närrischen Publikum in der ausverkauften Mehrzweckhalle zu Beginn mit - eine Vorfreude und ein Engagement, die bei den vielen eigenen Programmpunkten und der guten Stimmung der Aktiven auf der Bühne zu spüren und zu erleben waren.

"Wir alle können dafür sorgen, dass unser Dorf lebendig bleibt", wandte sich Steffan voller Überzeugung an die Zuhörer und da in erster Linie an die Vertreter der Rather Dorfvereine. Zurücklehnen, feiern und genießen hieß es im Folgenden für alle - "Laakebüll" steuerte seinen Teil zum attraktiven Dorfgeschehen bei. Wer dabei das Sagen hatte, machten Kinderprinzessin Hanna I. (Schumacher, zehn Jahre) und Hofdame Lea (Fritz, 10) deutlich: Beide reiten und schwimmen gerne sowie bastelt erstere, während die Zweite sich gerne in der Natur aufhält. Einmal mehr verkündeten sie das Motto "M'r könne laache, m'r könne danze, jetzt jonn m'r op et Janze!", unter dem ihre Regentschaft steht. Traditionell gehörte der eigenen Gesellschaft zunächst die Bühne. So zeigte "das Schönste, das Beste und vor allem das Jüngste, was 'Laakebüll' zu bieten hat", so Steffan, nämlich die Gruppe "Tanzflöhe". Die jungen Tänzer wurden aktuell ganz langsam an die ersten Schritte und Figuren des Gardetanzes herangeführt und zeigten stolz die Ergebnisse. Ebenso präsentierten die Solomariechen Stella Herberg und Emilie Arend sowie später Lara Hens ihr tänzerisches Können auf der Laakebüll-Bühne.

Tanztalente hatte ebenso die Abordnung der befreundeten KG "Flöck op" in den "Gürzenich von Rath-Anhoven mitgebracht, wie Präsidentin Sonja Opwis verkündete. Entgegen dem abgespielten Lied "Kleiner grüner Kaktus" erwies sich Mariechen Ellena Brunn als wenig stachelig. Und die Tanzformation "Die wilden Weiber" unterhielt mit einer Abfolge von Liedern und passenden Kostümen im Stil der 1990er Jahre. Als erster auswärtiger Künstler und Eisbrecher in der Bütt eroberte sich Bauchredner Jens Meyers mit Freund Heinz die Bretter, die die Welt bedeuten. Als 105 Kilogramm geballtes Dynamit mit kleiner Lunte, wie der pelzige Hundevertreter frech anmerkte. Englisches Wissen wie "Die Kuh ist weg heißt übersetzt Oxford" ließ letzterer ebenso vom Stapel, wie seine Erlebnisse im Striptease-Club oder Einschätzung über die Vorzüge von Männern und Frauen.

Die kostümierten Jecken hatten ihren Spaß und erlebten zum Abschluss ihren Präsidenten und Elferratsfrau Gaby Hartfeld neben dem Bauchredner mit ganz neuen Tönen. Viel Unterhaltung boten zudem die Klinkumer Musiker der Band "SoLaLa", die Garde 2 mit ihrem Showtanz Oktoberfest, "Willi und Ernst" in der Bütt oder die Garde 1 mit ihrem Gardetanz. Auch die Musikgruppe "Schäng", das eigene Männerballett und Prinzengarde und Prinzenpaar der EKG Erkelenz statten den Rath-Anhovenern einen Besuch ab.

(cole)