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Kommentar: Förderung für grünes Klassenzimmer in Haus Wildenrath sinnvoll

Grünes Klassenzimmer in Wildenrath : Sinnvolle Förderung

Kulturfördermittel sind oft umstritten. Im Fall Haus Wildenrath sind die Mittel für das grüne Klassenzimmer aber gut investiertes Geld. Dass Kinder wissen, was ein Kiebitz ist, ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

Dass der Staat jährlich Milliarden für Kulturförderprogramme ausgibt, ist umstritten. Auch im Kreis Heinsberg gibt es subventionierte Projekte, bei denen es vielen Kritikern schwerfällt, einen Sinn für das öffentliche Leben zu erkennen. Das grüne Klassenzimmer, das nun in Haus Wildenrath dank der NRW-Fördergelder entsteht, gehört definitiv nicht dazu.

Natur-Bildung an der frischen Luft ist heute wichtiger als je zuvor. Schließlich ist es im Jahr 2020 leider alles andere als selbstverständlich, dass ein Schulkind weiß, was ein Kiebitz ist, wie ein Biber aussieht und wo Äpfel und Himbeeren wachsen. Mit vielen naturbezogenen Inhalten, die Kinder früher wie von alleine gelernt haben, scheinen Schulen und Eltern heutzutage oft überfordert zu sein, weil sie selbst die Natur aus dem Blick verloren haben.

Mit den 220.000 Euro vom Land ist die Finanzierung des grünen Klassenzimmers so gut wie sichergestellt. Jetzt liegt es an Haus Wildenrath, damit Wald und Wiese, Schaf und Schmetterling für so viele Kinder wie möglich erlebbar zu machen.