Wegberg: "Kölscher Ovend" zum letzten Mal

Wegberg : "Kölscher Ovend" zum letzten Mal

Wohl ein letztes Mal organisierte die KG Sonn Männ Klinkum jetzt den großen Kölsch-Abend mit bekannten Bands im Wegberger Forum. Für Stimmung sorgten die Kloetschköpp, Klüngelköpp und am späten Abend die Paveier.

Inzwischen sind sie fast schon so etwas wie Freunde geworden. Man kennt sich. Die blau-weißen Sessions-Schals der Klinkumer KG Sonn Männ fallen den sechs Paveier-Musikern immer sofort ins Auge bei diversen Galasitzungen in der Region.

Als die Karnevalisten aus Klinkum 2017 mit sechs mal elf Jahren ihr närrisches Jubiläum feierten, luden sie die bekannten Stimmungsgaranten aus der Domstadt zum ersten Mal ein - jetzt gab's die Wiederholung.

Beim Kölschen Ovend füllten rund 580 Besucher das Wegberger Forum. Nicht ganz ausverkauft, aber fast. Sich bei sommerlichen Temperaturen beinahe wie in der fünften Jahreszeit fühlen. Mit allem, was dazu gehört: stimmungsvollen Hits, Schunkeln und Tanzen, Mitsingen, frisch gezapftem Gerstensaft. "Den Ausschank machen wir selber", verriet Tom Stach, der als Beisitzer dem Vorstand der gastgebenden KG Sonn Männ angehört und zuvor viele Jahre als Vorsitzender die Geschicke des jecken Vereins lenkte.

Obwohl der Kölsche Ovend erfolgreich verlief, soll nun Schluss sein. Eine dritte Veranstaltung wird es nicht geben. "Der Aufwand ist sehr groß, die Bands kosten richtig viel Geld, die Auflagen sind hoch", begründete Stach die Entscheidung.

Rund 30 freiwillige Helfer des 450 Mitglieder starken Karnevalsvereins (165 Aktive) waren beim Konzertabend im Dauereinsatz - sie verkauften Biermarken, betreuten die Künstler im VIP-Bereich, versorgten sie mit Speisen und Getränken, kümmerten sich um den Einsatz der auswärtigen Security.

Knapp 30 Euro kostete der Eintritt. Dafür wurde den zahlreichen Gästen einiges geboten. Ebenfalls aus Köln waren die "Klüngelköpp" angereist, so etwas wie die Shootingstars der Szene. Die zweimaligen Gewinner des Närrischen Oscars (2014/15) stimmten Hits an, die sie bekannt gemacht haben: "Jedäuf met 4711", "Bella Ciao", "Wo die Stääne sin", "Us kölschem Holz".

Als Einbrecher des Abends stürmten die Klinkumer "Kloetschköpp" die Bühne im gut gefüllten Forum. Die achtköpfige Truppe nimmt sich selbst nicht ganz ernst - schließlich bedeutet der Bandname so viel wie Blödmann oder Dummkopf. Seit die Männer mit den auffälligen blau-schwarz karierten Hosen 2002 zusammenfanden, um im Wegberger Rosenmontagszug sowie bei den traditionellen Prunksitzungen im heimischen Klinkum zu spielen, ist viel passiert. Selbst im altehrwürdigen Kölner Gloria-Theater oder in Belgien sind die acht Hobbymusiker schon aufgetreten.

Mit stimmungsvollen Karnevalsschlagern wie "Schenk' mir dein Herz" begeisterten die "Kloetschköpp" beim Kölschen Ovend im Forum, wurden dafür mit viel Applaus der Besucher belohnt.

(cb)