Klinkum: Anbau für Gerätehaus in Betrieb genommen

Anbau in Betrieb genommen: Anbau für Gerätehaus in Betrieb genommen

Eine mehr als einjährige Bauzeit ist dem feierlichen Wochenende vorausgegangen. Umkleide- und Sanitärräume sowie eine neue Abgas-Absauganlage sind die entscheidenden Neuerungen für die Klinkumer Feuerwehrleute.

Durch den neuen Anbau gibt es jetzt separate Umkleide- und Sanitärbereiche für Frauen und Männer. Statt sich im Feuerwehrgerätehaus direkt an Löschfahrzeug und Logistikwagen vor dem Einsatz umziehen zu müssen, steht den Klinkumer Feuerwehrleuten dafür nun ein zusätzlicher Bereich mit Lagerraum zur Verfügung. Neben verbessertem Unfallschutz ist für die Feuerwehrleute eine reibungslose Vor- und Nachbereitung der Einsätze möglich. Diverse bauliche Maßnahmen im und rund um das Gerätehaus vervollständigten die Arbeiten, die den Einbau einer Abgas-Absauganlage beinhalten. Mit einer Segensfeier wurde der Anbau offiziell in Betrieb genommen.

Löschgruppenführer Mario Schröder begrüßte Bürgermeister Michael Stock, Rats- und Verwaltungsvertreter sowie Feuerwehrleute und weitere Gäste, bevor er das Wort an Pfarrer Tran übergab. Der zitierte aus dem Johannes-Evangelium und stellte auf diese Weise den Bezug zum größtenteils ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute für ihre Mitmenschen her: „Es gibt keine größere Liebe als von jemandem, der sein Leben für andere hingibt.“ Werte wie Zusammenhalt, Liebe, Lebenseinsatz und Solidarität spielten im Zusammenleben aller eine wichtige Rolle, sagte er. Die baulichen Maßnahmen tragen dazu bei, die zerstörerische Kraft des Feuers zu brechen, das Unglück abzuwehren und diejenigen, die Dienst tun, zu schützen. Mittels Kübelspritze segnete er nach Schutzsuche beim Heiligen Florian den neuen Anbau ein.

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An die beengten Verhältnisse, die zuvor im Gerätehaus herrschten, erinnerte Michael Stock in seinem Grußwort. Zudem sei keine Schwarz-Weiß-Trennung – die penible Entfernung hineingebrachter Rußpartikel – möglich gewesen. Nachdem im Rat im Oktober 2016 der Beschluss für die Erweiterung gefasst wurde, waren Gelder in Höhe von rund 500.000 Euro bereitgestellt worden: 400.000 Euro für Neubau und Abgas-Absauganlage und 100.000 Euro für weitere Maßnahmen. Bemerkenswert sei zum einen, dass fast alle an den baulichen Maßnahmen Beteiligten aus Wegberg stammten und zum anderen, dass die Löschgruppe Klinkum die Pflasterarbeiten des Parkplatzes in Eigenleistung ausgeführt hatte. Den modernen Schlüssel in Form eines Chips an einem Stück Schlauch überreichte er Dietmar Gisbertz, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg.

Der Wegberger Feuerwehrchef hob die Gesamtleistung des Fachbereichs Gebäudewirtschaft der Stadt unter Leitung von Hans-Josef Schreurs lobend hervor. Die Klinkumer seien jetzt in geeigneter Weise in die Lage versetzt, ihren Auftrag umzusetzen – den Chip reichte er damit an Mario Schröder weiter. Kreisbrandmeister Klaus Bodden blickte bis ins Jahr 1992 zurück, in dem der damalige Bürgermeister Fritz Jakobs sich für den kurze Zeit später realisierten Versammlungsraum ausgesprochen hatte. In guter Tradition zeichnete Klaus Bodden verdiente Feuerwehrleute – in diesem Fall Hubert Basten und Mario Schröder jeweils mit der Silbernen Ehrennadel des Kreisverbandes Heinsberg – aus. Einige 100 Stunden Arbeit sei in der Löschgruppe Klinkum unter anderem an der Schnittstelle zwischen neuem und altem Gebäude sowie beim Bepflanzen der Parkplatzfläche, bei Aufräumarbeiten und der Vorbereitung des Festes bei besonderem Einsatz von Mario Schröder geleistet worden, bekräftigte dessen Stellvertreter Daniel Langerbeins. Für alle Helfer wird Ende des Jahres eine Dankeschönparty veranstaltet.