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Kleo Montforts aus KLinkum lädt ein zum Tag des offenen Gartens

Tag des offenen Gartens in Klinkum : Eine Überraschung hinter jeder Biegung

Am 6. und 7. August öffnet Kleo Montforts wieder seinen privaten Garten für die Öffentlichkeit. Von seinen Reisen um die Welt hat der Baumschulmeister viele Pflanzen mitgebracht, vor allem Farne und Funkien.

Am Samstag, 6. August, und Sonntag, 7. August, ist es wieder soweit. Von 10 bis 18 Uhr öffnet Kleo Montforts sein Reich allen Interessierten. Der Tag des offenen Gartens steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Pflanzen rund um die Welt“. Die parkartige Anlage befindet sich auf einem ehemaligen Bauernhof, der bereits in vierter Generation in Familienbesitz ist. Geprägt wird er von blühenden Kübelpflanzen, einer großen Hosta-Sammlung und vielen seltenen Baumfarnen. Die meisten der Farnpflanzen hat Kleo Montforts auf seinen Reisen in der ganzen Welt als Sämlinge zusammengetragen und selbst aufgezogen.

„Meine Reisen mache ich immer im Januar, wenn es in unseren Gefilden kalt ist und sich meine Pflanzen im ,Winterschlaf‘ befinden“, sagt er. Neben verschiedenen beheizten Gewächshäusern, in denen die frostempfindlichen Pflanzen, die Licht benötigen, überwintern, besitzt er einen umgebauten Kartoffelkeller, in dem laublose Pflanzen, die Dunkelheit vertragen, bei 4 bis 5 Grad Celsius die kalte Jahreszeit verbringen. Ein weiteres großes Gewächshaus dient den Baumfarmen als Winterquartier. Gerade erst hat Kleo Montforts ein neues kleineres Gewächshaus zur Aufzucht seiner Farne errichtet. Stolz zeigt er einige seiner Farn-Aufzuchten, die für den Betrachter mit einer Höhe von 10 bis 15 Zentimetern eher klein wirken, aber bereits drei Jahre alt sind. „Bei der Pflanzenaufzucht muss man geduldig sein und nicht jede Aufzucht gelingt“, sagt der Fachmann.

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„Der Schwerpunkt meiner Pflanzensammlung sind Farne aus aller Welt.“ In seinem Garten befinden sich Baumfarne aus Indonesien, Australien, Papua-Neuguinea, den Fidschi-Inseln, Hawaii und Madeira. „Mein Lieblingsziel sind die indonesischen Inseln Bali und Sumatra mit ihrer üppigen Dschungelvegetation. Da stehen zum Beispiel die Kanaren eher hinten an und wirken dagegen teilweise karg.“ Auch Farne aus Südamerika gehören zu seiner Sammlung. Insgesamt hat er mehr als 50 Farnarten in seinem Garten angesiedelt, die teilweise baumstark und mehrere Meter hoch sind. Zum Tag des offenen Gartens kommen Besucher aus ganz Deutschland. „Bei einer der letzten Veranstaltungen war sogar ein ganzer Bus Besucher aus Amsterdam in meinem Garten“, sagt Kleo Montforts.

Stolz ist der gelernte Baumschulmeister auch auf seine Hosta-Sammlung. In seinem Garten stehen mehr als 180 verschiedene Funkiensorten in Kübeln. Diese bilden ein Farbenmeer, das seine Wirkung durch die verschiedene Weiß-, Grün- und Gelbfärbung erzeugt. Die üblichen heimischen Pflanzen wie Hortensien, Lilien und Fuchsien dürfen natürlich auch nicht fehlen. Sein Garten ist so gestaltet, das gerade Linien vermieden werden. Geschwungene Wege führen durch das Grün.

Kleo Montforts ist es wichtig, dass man nicht alles auf einen Blick sieht. Hinter der nächsten Biegung wartet immer eine neue Überraschung. und  lässt die Besucher über die vielfältige und üppige Pflanzenwelt seines Gartens staunen. Aber es sind nicht nur Pflanzen, die ihn begeistern. Im hinteren Teil seines Gartens befindet sich ein Wildgehege mit Nandus, Kanadagänsen und exotischen Hühnern. Aktuell werden auch drei Schwäne bei ihm aufgezogen.

Wer den Garten und die vielen Kübel gesehen hat, fragt sich, wie das Ganze vor allem bei der aktuellen Trockenheit bewässert wird. „Ich gehe jeden Morgen zwei Stunden mit dem Schlauch durch den Garten und tränke alle Kübelpflanzen und die Pflanzen, die empfindlich auf Trockenheit reagieren.“ Hat er auch einen Tipp für Gartenbesitzer? „Die extreme Trockenheit bringt viele Pflanzen an den Rand ihrer Kraft. Viele haben keine Reserven mehr. Der Boden ist im Moment so trocken, dass er die erste Wassergabe nicht sofort aufnehmen kann. Man sollte den Boden erst langsam wässern und wenn er etwas feuchter ist, einige Male gründlich nachwässern. Beim schnellen Wässern fließt das Wasser meist oberflächlich ab und hat keinen Nutzen für die Pflanzen.“ Kleo Montforts empfiehlt deshalb, am besten zwei Bewässerungsrunen zu drehen. Auch frei lebenden Tieren sollte man bei Trockenheit eine Schüssel mit Wasser bereitstellen. „Gezielt und richtig gießen hilft den Pflanzen und uns“, so der Experte.

In Vorbereitung auf den Tag des offenen Gartens plant der leidenschaftliche Gärtner, seine Pflanzen mit Land, deutschem Namen und botanischem Namen zu versehen. Neben seinen Pflanzen und Tieren werden in diesem Jahr auch wieder verschieden Hobbykünstler mit besonderen Kunstgegenständen und Dekorationen, Bildern, Holzarbeiten, Keramikarbeiten für Haus und Garten und ein Imker  vom Imkerverein – ein Besuch ist also lohnenswert. Ebenfalls werden kleine Erfrischungen angeboten.