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Kleine Tröstebären für Flutopfer vom Martinskomitee in Wegberg

Martinskomitee Harbeck-Berg : Kleine Tröstebären für Flutopfer

Die Helfer erlebten in den Hochwassergebieten eine große Verzweiflung bei den Betroffenen. Der Teddy hilft den Einsatzkräften dabei, ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern aufzubauen.

Als sie die Bilder der Flutkatastrophe gesehen haben, war für die Mitglieder des Martinskomitees Harbeck-Berg sofort klar: Da werden „Teddys für Kinder in Not“ gebraucht. Die Tröstebären an die richtige Stelle zu bringen, gestaltete sich allerdings gar nicht so einfach. Die Hilfsorganisationen waren in den ersten Tagen nach der Katastrophe stark damit eingebunden, Leben zu retten und die Menschen mit den lebensnotwendigen Dingen zu versorgen. „Auf unser Angebot, die Hilfskräfte vor Ort mit Tröstebären zu unterstützen, ging niemand ein“, berichtet Joachim Bobert vom Martinskomitee Harbeck-Berg.

Dann erhielten die Verantwortlichen des Komitees einen Anruf von Elke Braun vom Kriseninterventionsteam der Malteser aus Norderstedt. Mehrere Teams werden immer einige Tage zur psychosozialen Notfallversorgung im Kreis Euskirchen eingesetzt. Die von den Einsatzkräften aus ihrer Heimat mitgebrachten Teddybären waren innerhalb weniger Tage aufgebraucht und man freute sich über die zugesagte Unterstützung des Martinskomitees Harbeck-Berg. Schon am nächsten Morgen wurden 200 Tröstebären zum Kreishaus nach Euskirchen gebracht. Dort überreichten die Verantwortlichen die Bären der Deutschen Teddy-Stiftung, die von den Mitgliedern des Martinskomitees Harbeck-Berg gespendeten wurden, an die Malteser aus Norderstedt und Ravensburg. Die zur Verfügung gestellten Teddys wurden schließlich an die vor Ort tätigen Hilfsorganisationen verteilt.

  • Joachim Bobert (l.) vom Martinskomitee Harbeck-Berg
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Die Helfer erlebten in den Hochwassergebieten eine große Verzweiflung bei den Betroffenen. Umso wichtiger war es, mit den Menschen Gespräche zu führen. Auch Kinder brauchten Aufmerksamkeit und Trost, da sie das Ausmaß der Katastrophe gar nicht erfassen können. Der Teddy hilft den Einsatzkräften dabei, ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern aufzubauen.

„Als wir Matthias Regner, dem Vorsitzenden der Deutschen Teddy-Stiftung über unsere Aktion berichteten, war er davon so angetan, dass er spontan zusagte, uns mit weiteren 200 Tröstebären zu unterstützen“, teilt Joachim Bobert mit. Da die Teddys in Euskirchen in der Zwischenzeit schon wieder knapp wurden, brachte das Martinskomitee Harbeck-Berg 200 weitere Tröstebären nach Euskirchen. Die Teddys sind im Gesundheitsamt untergebracht und werden den Einsatzkräften nach Bedarf zugeteilt.

(RP)