Wegberg: Kläranlage weiterhin zeitweise überlastet

Wegberg: Kläranlage weiterhin zeitweise überlastet

Auf der Kläranlage Wegberg am Grenzlandring kam es im vergangenen Jahr immer wieder zu teils erheblichen Überschreitungen der Bemessungswerte. Darüber informierte Bürgermeister Michael Stock im zuständigen Fachausschuss.

Die Kläranlage Wegberg wurde in den Jahren 1992 bis 1996 umgebaut und erweitert. Seinerzeit wurde die Anlage für 47.000 Einwohnerwerte (Kohlenstoff) und 39.000 Einwohnerwerte (Stickstoff) ausgelegt. Berücksichtigt wurden dabei nach Darstellung der Stadtverwaltung die bereits angeschlossenen Einwohner und Industriebetriebe sowie prognostizierte Baugebiete und Industrieansiedlungen.

Als Betreiber der Kläranlage ist die Stadt Wegberg verpflichtet, gemäß kommunaler Selbstüberwachungsverordnung regelmäßig Kontrollen und Analysen vorzunehmen. Dabei wurden nach Angaben des Bürgermeisters im ersten Halbjahr 2017 unter anderem folgende Belastungen gemessen: Bei der Stickstoffbelastung erreichte der Maximalwert 110.166 Einwohnerwerte - also das Dreifache des Bemessungswertes. Der Mittelwert lag bei 54.049 Einwohnerwerte (1,4-fach vom Bemessungswert), der Minimalwert bei 22.963 Einwohnerwerte (0,6-fach vom Bemessungswert). Bei der Kohlenstoffbelastung erreichte der Maximalwert 127.646 Einwohnerwerte (2,5-fach vom Bemessungswert). Der Mittelwert lag bei 46.933 (entspricht dem Bemessungswert) und der Minimalwert bei 21.794 Einwohnerwerte (0,5-fach vom Bemessungswert).

(hec)