Wegberg: Kita-Plätze bleiben Mangelware

Wegberg: Kita-Plätze bleiben Mangelware

Aus einem Bericht der Stadtverwaltung geht hervor, dass die Betreuungssituation in Wegbergs Kindertagesstätten weiterhin prekär ist. Ein Projekt, das zusätzliche 70 Plätze im Stadtzentrum schaffen sollte, ist ins Stocken geraten.

Weil Kindergartenplätze fehlen, gilt die Betreuungssituation in Wegbergs Tagesstätten als prekär. Im Sommer 2017 konnten nach Angaben des zuständigen Kreisjugendamtes 58 Kinder, für die ein Betreuungsplatz in Wegberg gesucht wurde, nicht versorgt werden. Heute Abend wird die Stadtverwaltung während der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Integration und Soziales im Wegberger Rathaus über den aktuellen Sachstand berichten. Darin wird deutlich, dass sich die Situation zuspitzt.

Im Stadtgebiet von Wegberg gibt es momentan 14 Kindertageseinrichtungen, darunter drei städtische Kindertagesstätten in Arsbeck, Klinkum und Merbeck. Zuletzt blieben nicht nur 58 Kinder unversorgt, es wurden außerdem 102 Kinder in Gruppen betreut, die eigentlich schon voll waren.

Deshalb und vor dem Hintergrund weiter steigender Anmeldezahlen und dem damit verbundenen erhöhten Platzbedarf hat die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Kreisjugendamt mehrere bauliche Erweiterungen geplant: Im katholischen Kindergarten St. Rochus in Rath-Anhoven wurde mit den Planungen und ersten Bauarbeiten zum Umbau und zur Erweiterung einer vierten Gruppe begonnen. Damit soll ein zusätzliches Angebot von 20 Plätzen geschaffen werden.

  • Stadt Willich : Willich braucht neue Kindergartenplätze

Im katholischen Kindergarten St. Vincentius in Beeck ist ebenfalls eine Erweiterung um eine vierte Gruppe geplant. Das würde zusätzliche zehn Plätze für Kinder schaffen.

Über die geplanten Neu- und Umbauarbeiten in der katholischen Tageseinrichtung "Rabennest" in Harbeck war im zuständigen Fachausschuss und im Stadtrat bereits ausführlich diskutiert worden. Der Wegberger Stadtrat gab am 27. Juni 2017 in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig grünes Licht für den baulichen Ausbau der Einrichtung. Dort werden allerdings keine zusätzlichen Kindergartenplätze geschaffen, sondern aus einem jahrelangen Provisorium 20 dauerhafte Plätze gemacht. Es ist ein Anbau mit Motorikraum und Sozialräumen geplant, der dafür Sorge tragen soll, dass der Container abgebaut und die seit fast fünf Jahren bestehende Übergangslösung beendet werden kann.

Das größte Projekt, das 70 zusätzliche Kindergartenplätze schaffen sollte, ist derweil ins Stocken geraten: Ein Träger der freien Jugendhilfe plant mit einem Investor in Absprache mit dem Kreis Heinsberg den Bau eines neuen viergruppigen Kindergartens im Zentrum von Wegberg. Das zunächst von Seiten der Stadtverwaltung angebotene Grundstück im Forst (in der Nähe der Ophover Mühle) wurde allerdings nach Angaben der Stadtverwaltung als zu klein abgelehnt. Die Verwaltung befindet sich nach eigenen Angaben weiterhin in Gesprächen mit dem Träger und ist bei der Grundstückssuche behilflich.

(hec)