Kinder genießen Ferienspiele der KJG Merbeck

Ferienspiele der KJG Merbeck : Ferienkinder außer Rand und Bank

Die KJG Merbeck hatte sich mit Sitzmöbelverschönerung, Ausflug, Lagerolympiade und legendärer Nachtwanderung viel für die jungen Gäste der Ferienspiele einfallen lassen. Die wiederum waren mit Feuer und Flamme dabei.

Für manche der Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren waren die Ferienspiele die erste Gelegenheit, bei der sie zelteten oder ohne ihre Familie die Nacht im Zelt unter dem Sternenhimmel verbrachten. Eine schöne und spannende Erfahrung, wie einige erzählten. Und damit ein weiteres Highlight der Woche, die am Wochenende traditionell mit dem Zelten am Sportplatz endete. Unter der Woche hatten sich die Kinder und zehn Betreuer der KJG Merbeck im und um das Pfarrheim aufgehalten. Dabei nahmen fünf Flüchtlingskinder aus Arsbeck zum vierten Mal teil. Vom „Thomas-Morus-Förderkreis Merbeck“ finanziell unterstützt, waren sie in Kooperation mit der Initiative „Sankt Martin hilft“ täglich hergekommen.

„Im Pfarrgarten haben wir mit den Kindern ein Highlight erstellt“, erzählte Isabella Imkamp während der Lagerolympiade am Samstag. „Unter unserem diesjährigen Motto ‚Außer Rand und Bank‘ hatten Betreuer von uns ein Fundament gegossen und dann aus Ytong-Steinen eine Bank gebaut, welche die Kinder die Woche über mit Mosaiken verziert haben.“ Das Tolle daran sei, dass sich die Merbecker Vereine unter Federführung des Ortsausschusses Verwaltung entschlossen haben, einen Bibelgarten anzulegen und mit vielen, in der Bibel erwähnten Pflanzen zu gestalten. Die Bank soll zukünftig im Pfarrgarten unter einem Rosenbogen stehen. Dazu unternahmen alle einen Ausflug zum Erlebnispark „Irrland“ bei Kevelaer und es gab ein Chaosspiel. An diesem Tag stand die Lagerolympiade als Höhepunkt auf dem Programm. An neun Stationen waren Treffsicherheit und Geschicklichkeit gefragt. So galt es, mit Bällen möglichst viele Dosen abzuwerfen. Beim „Turmbau mit Steinen“ holte derjenige die meisten Punkte, der mit flachen Steinen den höchsten Turm baute. Beim Hockeyslalom führten die Mädchen und Jungs mit Schlägern einen Ball durch eine Strecke mit Hütchen. Kerzen ausschießen galt es mit der Wasserpistole und alle warfen Teebeutel möglichst weit. Geschickt war, der möglichst viele Münzen in ein mit Wasser gefülltes Glas warf, es wurden Fische mittels Magneten und Stock aus einem Eimer geangelt und ein Wasser-Parcours forderte die Kinder heraus. Viel Atem erforderte der Tischtennis-Parcours: So bugsierten die Kinder mit einem Strohhalm einen Tischtennisball durch ein Labyrinth aus aufgeklebten Strohhalmen und Hindernissen bis zum Zielpunkt.

„Ich finde es toll, dass die KJG so was macht und die Betreuer sich die Zeit dafür nehmen“, äußerte sich Julia (10) begeistert. Sie nimmt bereits seit mehreren Jahren an den Spielen teil und möchte auch mal Betreuerin werden. Für Leonie (5) war es die erste Teilnahme. „Es gefällt mir gut!“, sagte sie, am besten fand sie die Irrland-Fahrt und das Zelten, das für sie auch das erste Mal war. Auch Annabel (13) machte erstmalig bei der Ferienwoche mit und fand, dass es viele coole Dinge gab. Dafür, dass sie zu den Älteren gehörte, machte es ihr trotzdem sehr viel Spaß. Gezeltet hatte sie zuvor immer mit ihrer Familie.

Während der Woche hatte Käthe Buschen der Katholischen Frauengemeinschaft für die leibliche Stärkung gesorgt. Die KJG führt die Spiele bereits seit zehn Jahren durch. Abends stand noch mit Verpflegung durch den „Rustica Grill“ die legendäre Nachtwanderung an und bald wird die Verschönerung der neuen Bank vollendet werden.

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